12:07 VERSCHIEDENES

Da war noch was: Übernahmen, Umsätze und Initiativen

Teaserbild-Quelle: Free-Photos, Pixabay, gemeinfrei.

Mit «Da war noch was» blicken wir auf die vergangene Bau-Woche zurück. Diese Woche: Sika übernimmt Firma, SBV verliert eines seiner grössten Mitglieder, ETH-Forscher weisen Abbau von Kunststofffolien nach und Initiative gegen Bau von Churer Grosskino eingereicht.

Betonfassade (Schmuckbild)

Quelle: Free-Photos, Pixabay, gemeinfrei.

Schmuckbild.

LafargeHolcim verdient operativ weniger als in der ersten Jahreshälfte

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im ersten Halbjahr den Umsatz gesteigert. Allerdings drückten höhere Kosten für Rohstoffe, Energie und die laufende Restrukturierung auf die Profitabilität. Zuletzt zeigte der Trend beim Betriebsergebnis zwar wieder nach oben, im Halbjahr insgesamt resultierte jedoch noch ein Minus.

Das Management wertet die Entwicklung als positiv und bestätigt ihre Prognose. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis wuchs in den ersten sechs Monaten um 4,8 Prozent. Nominell betrug das Plus 2,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Franken. Der wiederkehrende EBITDA sank hingegen um 3,8 Prozent (vergleichbar -1,4%) auf 2,48 Milliarden, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilte.

Die laufende Restrukturierung führte auch zu hohen Kosten. Restrukturierungs-, Prozess-, Implementierungs- und andere Einmalkosten beliefen sich auf 300 Millionen Franken, verglichen mit 38 Millionen in der Vorjahresperiode. Zudem habe im ersten Halbjahr 2017 die Auflösung von Rückstellungen zu einem signifikant positiven Effekt geführt. (sda)

Zum kompletten Report: www.lafargeholcim.com/publications

Symbolbild.

Quelle: Flickr CC

Symbolbild.

Baumeisterverband verliert eines seiner grössten Mitglieder

Der Graubündnerische Baumeisterverband hat eine der grössten Bauunternehmungen im Kanton als Mitglied verloren. Die Hartmann-Gruppe in St. Moritz und Chur mit über 600 Beschäftigten kündigte die Mitgliedschaft auf Ende Jahr.

Verwaltungsratspräsident Markus Testa bestätigte eine Meldung des rätoromanischen Radios und Fernsehens RTR, wonach die Baufirma pro Jahr den Mitglieder-Betrag von 200'000 Franken einspart. Mit dem Absprache-Skandal im Unterengadin habe der Austritt nichts zu tun, betonte Testa.

Laut Angaben des Verwaltungsratspräsidenten hatten seine Unternehmung und der Baumeisterverband das Heu seit längerer Zeit nicht mehr auf der gleichen Bühne: etwa beim Geldeinsatz zur Bekämpfung der Zweitwohnungsinitiative. (sda)

https://www.youtube.com/embed/dy739vqKW3k?autoplay=0&start=2&rel=0

ETH-Forscher weisen Abbau von Kunststofffolien nach

In der Diskussion um die weltweite Plastikverschmutzung haben Forscher der ETH Zürich einen Lösungsansatz gefunden: Statt herkömmliche Gartenbaufolien könnten Bauern im Ackerbau Folien aus dem Kunststoff PBAT verwenden. Dieser wird im Boden biologisch abgebaut.

Momentan decken Bauern ihre Böden mit Mulch-Folien aus Polyethylen (PE) ab.Die Folien dienen dazu, entweder Unkräuter einzudämmen, die Temperaturen zu erhöhen oder den Boden feucht zu halten.Nach der Ernte können die Bauern die Folien aber oftmals nicht restlos einsammeln, da die Folien zum Teil sehr dünn sind.

Forscher der ETH Zürich und dem Wasserforschungsinstitut Eawag haben nun in einer Studie nachgewiesen, dass Bodenmikroben alternative Folien aus dem Kunststoff PBAT abbauen können. Bisher galt PBAT im Kompost als biologisch abbaubar. Die Forscher haben den Bioabbau nun auch in Böden untersucht. (sda/pb)

So soll das Grosskino im Westen der Stadt Chur dereinst aussehen.

Quelle: domenig

So soll das Grosskino im Westen der Stadt Chur dereinst aussehen.

Chur: Volksinitiative zum Erhalt der Stadtkinos eingereicht

In Chur ist eine Volksinitiative zum Erhalt der Stadtkinos eingereicht worden. Das Begehren wurde mit 816 Unterschriften versehen bei den Behörden deponiert, wie die Churer Stadtkanzlei am Dienstag mitteilte. Es visiert eine Änderung des kommunalen Baugesetzes an, welches vorschreibt, dass die Arbeitszone A1 für Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe bestimmt sein soll. Entscheidend ist der neue Zusatz, der den Bau von Kinos in dieser Zone ausschliesst.

Sollte die Initiative dereinst zur Abstimmung gelangen und angenommen werden, könnte sie den Bau des neuen Grosskinos im Westen der Stadt torpedieren.Vorausgesetzt, für das neue Kino läge zum Zeitpunkt der Annahme noch keine Baubewilligung vor.

Auch vor Gericht wird um den Bau des Grosskinos gestritten: Das Bündner Verwaltungsgericht lehnte unlängst eine Beschwerde ab, nun liegt der Fall vor Bundesgericht. Das Gericht entschied kürzlich, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung abzusprechen. Das bedeutet für die Promotoren des neuen Kinos, dass sie zwar mit dem Bau beginnen könnten, allerdings auf eigenes Risiko. Denn das Bundesgericht hat noch kein Urteil erlassen.(sda/pb)

Sika-Fahnen

Quelle: Sika

Symbolbild, Sika.

Sika übernimmt Polypag mit 120 Mitarbeitenden

Der Bauchemiekonzern übernimmt die im Rheintal beheimatete Polypag, die jährlich umgerechnet rund 40 Millionen Franken setzt. Der Kauf des Unternehmens mit 120 Mitarbeitenden erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden, teilte Sika am Freitag mit.

Polypag hat den Angaben zufolge seinen Hauptsitz in Altstätten, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Appenzell sowie ein Produktionswerk in Landsberg am Lech in Deutschland. Das Unternehmen gelte als führender Anbieter von Spezialschaumsystemen, die im Bau zum Einsatz kommen. (sda)

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