KOF-Indikator: Geschäftslage hellt sich deutlich auf
Die Schweizer Wirtschaft blickt Anfang 2026 wieder deutlich zuversichtlicher in die Zukunft: Die Geschäftslage der einheimischen Unternehmen hat sich gemäss KOF-Umfrage deutlich aufgehellt.
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Das Konjunkturforschungsinstitut der ETH Zürich sieht für die Schweizer Wirtschaft eine positive Entwicklungstendenz
Das Konjunkturforschungsinstitut der ETH Zürich, kurz KOF, macht vierteljährlich eine Umfrage bei der Schweizer Wirtschaft und errechnet daraus seine Prognosen. Für die aktuelle Einschätzung der Wirtschaft wurden Antworten von etwa 4500 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungsbereichen eingeflossen.
Und die Ergebnisse sind erfreulich: Der KOF-Geschäftslageindikator notiert deutlich über dem Niveau von vor einem Jahr, so das Communiqué des Instituts. Auch bei der Erwartungshaltung ist es gemäss KOF es aufwärts gegangen.
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Der positive Trend der Schweizer Wirtschaft dürfte sich auch in der Schaffung neuer Arbeitsplätze niederschlagen.
Positive Tendenz breit spürbar
Alles in allem ist die positive Entwicklungstendenz im Januar recht breit in der Schweizer Wirtschaft spürbar. Getragen wurde der Anstieg aber vor allem durch die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe, wo sich die Lage markant verbessert habe.
Dieser Sektor steht jedoch nicht allein mit seiner positiven Entwicklung da: Auch im Bau- und Gastgewerbe sowie in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen ist der Geschäftslageindikator gestiegen. Angesichts der günstigeren Geschäftserwartungen planen die Unternehmen laut den Angaben nun auch vermehrt, zusätzliches Personal zu rekrutieren.
Generell liegt der vom KOF ebenfalls vierteljährlich ermittelte Beschäftigungsindikator im ersten Quartal 2026 bei +2,4 Punkten. Im Vorquartal stand der Indikator bei +1,3 Punkten (revidiert von +0,7) und im dritten Quartal 2025 war er mit -0,5 (revidiert von -0,6) im Minus. Zu der Aufwärtsrevision im Beschäftigungsindikator haben laut dem KOF Institut die verbesserten Erwartungen zwischen Oktober und Dezember geführt. Das dürfte mit der Absichtserklärung der Schweiz mit den USA und der neuen Zollregelung vom 14. November zusammenhängen. Insgesamt rechnen gemäss den KOF-Auswertungen derzeit mehr Unternehmen mit einem Stellenaufbau, als es Unternehmen gibt, die von einem Stellenabbau ausgehen. (SDA/bk)