13:01 MANAGEMENT

Besserer Gewässerschutz für Mensch, Flora und Fauna

Geschrieben von: Claudia Bertoldi (cb)
Teaserbild-Quelle: Kurt Michel, pixelio.de

Trockene Sommer mit heftigen Niederschlägen und mehr Hitzetagen – so lautet die Prognose von Meteorologen für die Zukunft. Starkniederschläge und lange Trockenperioden sind bereits jetzt Realität. Die Siedlungsentwässerungen stossen dabei an ihr Limit, die Fliessgewässer riskieren den Verlust an Biodiversität.

Siedlungsentwässerung 1

Quelle: Redaktionsarchiv

Nach starken Regenfällen traten im August 2007 zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer. Das Hochwasser überflutete zahlreiche Ortschaften (im Bild Laufen) und unterbrach wichtige Verkehrsverbindungen.

Die Wetterkapriolen des vergangenen Jahres haben es wieder bewusst gemacht: Die globale Erwärmung ist Realität und das Wettergeschehen ist unvorhersehbarer denn je. Die Meteorologen können zwar immer genauer voraussagen, welche Temperaturen zu erwarten sind, ob es regnen oder schneien wird, ob es stürmt oder wochenlange Dürrezeiten zu erwarten sind. Aber plötzlich auftretende Starkniederschläge in Extremwetterlagen sind meistens nur sehr kurzfristig zu orten. Sie bergen die höchsten Gefahren.

Das Wetter wird seit langem beobachtet und registriert. Die globale Analyse des sechsten Weltklimaberichts des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt gegenüber den Jahren 1850 bis 1900 eine Erwärmung von einem Grad Celsius, eine Zunahme der zehnjährigen Extrem-ereignisse um 30 Prozent sowie eine Erhöhung der Intensität um 6,7 Prozent.

«Die Aufzeichnung der Starkniederschlagsereignisse von 1901 bis 2016 zeigt eine eindeutige Erhöhung der Anzahl und Intensität. Und sie werden mit fortschreitender Erwärmung noch deutlich häufiger und intensiver werden», warnt Jan Rajczak, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Meteo Schweiz, des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie, auf dem Burgdorfer Abwassertag. Er ist Koordinator des Projekts «Klimaszenarien Zukunft».

Die schweizweite mittlere Jahrestemperatur war früher sehr variabel. Die Analyse zeigt eine signifikante Erwärmung seit den 80er-Jahren. Besonders in den letzten Jahren wurden Maximalwerte erreicht. Auch die Tagessummen der Starkniederschläge haben im letzten Jahrhundert durchschnittlich um über zehn Prozent zugenommen, wobei vor allem im Winter im Tessin und in den nordöstlichen Gebieten bei Gewittern Höchstwerte bei den Tagesereignissen zu verzeichnen waren. 

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