Stadtrat erteilt neuem Quartier in Bern West grünes Licht
Der Berner Stadtrat hat sich deutlich für das geplante Quartier auf dem heutigen Areal von EWB und BLS in Ausserholligen ausgesprochen. Das letzte Wort hat im Juni das Stimmvolk.
Quelle: Bolognese
Visualisierung: So könnte sich das neue Quartier in Ausserholligen dereinst präsentieren.
Vier Hochhäuser, genossenschaftliche Wohnungen und über 1000 Arbeitsplätze: Dies sind die Kennzahlen des neuen, geplanten Quartiers Bern West in Ausserholligen. Die entsprechende Vorlage hat der Berner Stadtrat deutlich gutgeheissen. Das Gebiet ist Teil des Entwicklungsschwerpunkts Ausserholligen, in dem in den nächsten Jahren mehr als 40 Projekte realisiert werden. Es befindet sich zwischen dem Europaplatz und dem Freibad Weyermannshaus, und auch die Familiengartenanlage Ladenwandgut umfasst der Perimeter.
Die Stadt sieht auf dem Gelände über 200 genossenschaftliche Wohnungen vor. Die städtische Energieversorgerin EWB will ihren Hauptsitz ebenfalls ins Quartier verlegen. Insgesamt soll mindestens ein Drittel preisgünstiger Wohnraum entstehen. In vier Baubereichen sind zudem bis zu 115 Meter hohe Hochhäuser vorgesehen.
Urbaner und offener
Das Areal ist gemäss Stadtpräsidentin Marieke Kruit eines der wichtigsten Entwicklungsareale von Bern. Nun sei diese Entwicklung weitgehend abgeschlossen und es bestehe die Chance, es urbaner und offener zu gestalten. «Das Projekt leistet zudem einen wichtigen Beitrag zu mehr bezahlbarem Wohnraum in der Stadt.»
Das Areal gehört dem EWB und dem Bahnunternehmen BLS. Für die Bereiche der EWB verfügt die Stadt über ein Vorverkaufsrecht, das sie in diesem Fall nicht ausüben will. Diesen Verzicht, zusammen mit dem Projekt als Ganzes, müssen die Stimmberechtigten voraussichtlich im uni an der Urne absegnen.
Quelle: hallo-ausserholligen.ch
Eine ganze Reihe von Bauprojekten sind für das neue Stadtquartier vorgesehen.
Weitere Schulprojekte beschlossen saniert
In derselben Sitzung hat der Berner Stadtrat zwei weitere Entscheide zu Schulbauten gefällt: Zum einen hat der Rat hat einen Baukredit von 6,8 Millionen Franken genehmigt, um die Volksschule Wankdorf zu sanieren. Das Projekt soll die Schule energietechnisch zudem auf den neusten Stand bringen und das Areal für das Quartier öffnen. Entstanden ist das Ensemble zwischen 1959 und 1961; mit einer Erweiterung in den 70er Jahren.
Sanierungsarbeiten stehen vor allem im Erdgeschoss und im Dachbereich an, wobei zugleich die Kanalisationsleitungen erneuert werden. Um die Umgebung und das Spielangebot für Schule und Quartier aufzuwerten, soll ein Rollerpark entstehen. Dazu werden im Süden der Parzelle die Parkplätze aufgehoben. Die Arbeiten starten voraussichtlich im dritten Quartal 2026.
Zudem genehmigte der Stadtrat weitere 8,3 Millionen als Projektierungs- und Baukredit für das Schulhausprovisorium Steigerhubel Hier will die Stadt ein zweites Provisorium auf dem Areal erstellen, bis das Nachbargebäude frei wird. Die Bauarbeiten für das Provisorium sollen voraussichtlich im Herbst 2026 starten und bis Sommer 2027 dauern. Auch über dieses Geschäft wird voraussichtlich im Juni abgestimmt. (SDA/bk)
Weitere Informationen zum Projekt unter: hallo-ausserholligen.ch
Quelle: Stadt Bern
Unter anderem hat der Stadtrat einen Kredit für ein Schulhausprovisorium Steigerhubel gesprochen.