Zürcher Stadtrat für «Anti-Airbnb»-Initiative
Der Zürcher Stadtrat unterstützt die Ziele der «Anti-Airbnb»-Initiative von SP, Grünen und AL. Die Vorlage verbietet es, Wohnungen an mehr als 90 Tagen pro Jahr kurzzeitig zu vermieten.
Quelle: SP Stadt Zürich
In Zürich sind Tausende von Wohnungen nur für kurze Aufenthalte und zu horrenden Preisen zu mieten.
Der Wohnraum für die ständige Bevölkerung müsse geschützt werden. Dies der Tenor der Beratungen im Zürcher Stadtrat. Am Ende sprach sich das Parlament der grössten Schweizer Stadt für die sogenannte «Anti-Airbnb»-Initiative aus.
Kern der Initiative ist eine Regelung, die es verbietet, Wohnungen an mehr als 90 Tagen pro Jahr kurzzeitig zu vermieten. Diese Regelung würde vielen Anbietern ihr Geschäftsmodell vermiesen.
Quelle: Stadt Zürich
Wohnsiedlung Tramdepot Hard: Die Anti-Airbnb-Initiative ist gemäss Stadtrat gültig.
7000 Wohnungen
Laut den Initianten werden in Zürich schätzungsweise 7000 Wohnungen kurzzeitig vermietet. Allein auf Airbnb werden über 2500 Wohnungen angeboten. Hinzu kommen rund 4700 Business Apartments von kommerziellen Anbietern. Gleichzeitig finden Einwohnerinnen und Einwohner kaum mehr eine bezahlbare Bleibe.
Wie der Stadtrat mitteilte, ist die Initiative gültig - und er unterstützt sie auch inhaltlich. Er wird jedoch aus formellen Gründen einen Gegenvorschlag ausarbeiten. Dies deshalb, weil es nicht der erste Versuch ist, Airbnb und Business Apartments einzuschränken. Bereits 2021 wurde eine entsprechende Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) beschlossen. Diese besagte, dass in einer Wohnzone nicht alle Wohnungen eines Hauses kurzzeitig vermietet werden dürfen.
In Kraft treten konnten die Bestimmungen bisher nicht, weil vier Anbieter von Business Apartments vor Gericht dagegen klagten. Das Verfahren ist nach wie vor am Bundesgericht hängig. (SDA/bk)