10:07 KOMMUNAL

Klimapolitik: Schritt für Schritt zur klimaneutralen Stadt

Teaserbild-Quelle: AUE Basel

Ersatz von Öl- und Gasheizungen, Elektromobilität – es gibt eine Menge Stellschrauben, die den Weg zur klimaneutralen Schweiz 2050 ebnen können. Auch Schweizer Städte und Gemeinden stehen beim Klimaschutz vor einer Herkulesaufgabe. Die «Netto-Null» ist das erklärte Ziel zahlreicher Städte und Gemeinden.

Mit «Netto-Null» ist gemeint, dass nicht mehr CO2 ausgestossen werden darf, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können. Die Tagung «Auf dem Weg zu klimaneutralen Städten» in Basel nahm sich dieses Themas an. Organisiert wurde sie unter anderem vom Bundesamt für Energie, dem NFP 71 «Steuerung des Energieverbrauchs» und SCCER Crest, dem Competence Center for Research in Energy, Society and Transition.

«Es wird nicht ohne gesetzlichen Zwang gehen», erklärte Christoph Brutschin, Regierungsrat von Basel-Stadt, gleich zu Anfang. Er riet jedoch davon ab, mit dem «Moralfinger zu winken». Damit verscherze man sich lediglich den guten Willen der Bevölkerung. «Wir müssen die Transformation lustvoll angehen und dabei die Chancen in den Vordergrund rücken», sagte er weiter.

Allein durch gesetzlichem Zwang und technische Innovation sind die ehrgeizigen Klimaziele kaum zu erreichen. Der Erfolg steht und fällt mit der  Motivation der Bevölkerung, ihr Verhalten zu ändern. Martina Schäfer vom Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin merkt an: «Klimabewusstes Alltagshandeln ist häufig noch unbequemer, teurer und aufwändiger als nicht-nachhaltiges Handeln. Es wird durch die vorhandenen Versorgungssysteme zu wenig unterstützt.»

Das zeige sich vielerorts etwa in der Stadtplanung, die über Jahrzehnte das Prinzip der Trennung von Arbeit, Freizeit und Wohnen verfolgt habe – lange Wege seien die Folge. Der motorisierte Individualverkehr sei weiterhin zu attraktiv und die niedrigen Lebensmittelpreise für nicht-nachhaltige Produkte beruhten darauf, die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft auf die Allgemeinheit zu verlagern.

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