Zürich: 12 Millionen Planungskosten für Velobrücke
Die Franca-Magnani-Brücke soll als reine Velo- und Fussgängerbrücke die Zürcher Kreise 4 und 5 verbinden. Doch schon die Kosten für die Planung haben sich nun massiv erhöht.
Quelle: Stadt Zürich
Die geplante Franca-Magnani-Brücke führt übers Gleisfeld und soll die Kreise 4 und 5 verbinden.
Die Franca-Magnani-Brücke in Zürich ist ein wichtiges, wegweisendes Infrastrukturprojekt: Als reine Velo- und Fussgängerbrücke soll sie die Stadtkreise 4 und 5 über das SBB-Gleisfeld hinweg direkt miteinander verbinden und so eine grosse Lücke im städtischen Veloverkehr schliessen.
Doch nun erweist sich bereits die Planung als komplex: Der Stadtrat musste deshalb den Kredit um 5,31 Millionen auf total 12,46 Millionen Franken erhöhen: Strengere Sicherheitsauflagen und ein Materialwechsel treiben die Kosten. Mit der Krediterhöhung sollen die detaillierte Projektierung und weitere Planungsschritte finanziert werden.
Quelle: Stadt Zürich
Die 530 Meter lange Brücke ist ein wegweisendes Infrastrukturprojekt für die Schaffung eines durchgehenden Veloverkehrs.
Mehr Schutz nötig
Bereits bewilligt waren einmalige Ausgaben von 7,15 Millionen Franken. Rund 2,2 Millionen des Zusatzkredits sind laut Stadtrat bereits für die nächste Planungsphase vorgesehen. Die Krediterhöhung wird nötig, weil sich im Zuge der Projektierung zeigte, dass zusätzliche Anforderungen an den Schutz der stark befahrenen Bahngleise unter der Brücke erfüllt werden müssen. Aus Sicherheitsgründen soll zudem das Brückengeländer höher ausfallen als ursprünglich geplant.
Ausserdem wurde eine Studie zur optimalen Gestaltung des Abgangs im Norden der Franca-Magnani-Brücke durchgeführt. Im Süden ist neu ein Damm vorgesehen, was Anpassungen an den bestehenden Versickerungsbecken erforderlich macht.
Quelle: Stadt Zürich
Die komplexe Planung könnte die Kosten für die Brücke von 80 auf 100 Millionen Franken erhöhen.
Neuartiger Stahlverbund geplant
Durch die notwendige Verbreiterung der Brücke müssen stärkere Stützen und Hilfskonstruktionen geplant werden. Gleichzeitig ist ein Materialwechsel zu einem neuartigen Stahlverbund vorgesehen, der langfristig erhebliche Einsparungen beim Unterhalt und beim Korrosionsschutz ermöglichen soll.
Der Bau der Franca-Magnani-Brücke ist Stand heute für den Zeitraum zwischen 2030 und 2034 vorgesehen. In diesem Zeitraum soll das Projekt umgesetzt werden. (mgt/bk)
Die Brücke
Die neue Brücke soll 530 Meter lang und 10,35 Meter breit werden. In der Mitte der Brücke wird ein Grünstreifen den Fussweg vom Veloweg trennen. Die aus Stahl gefertigte Brückenkonstruktion wird vom kantonalen Polizei- und Justizzentrum bis ans Lettenviadukt führen. Der Weg führt dabei vom Kreis 4 unter der bestehenden Kohlendreieckbrücke hindurch über die Gleise und entlang des Wipkingerviadukts in den Kreis 5. Die Gesamtkosten wurden zuletzt auf etwa 80 Millionen Franken geschätzt nun ist die Rede von 100 Millionen.