Schweiz stärkt Gasversorgung für den Winter
Die Gaswirtschaft, die Wirtschaftliche Landesversorgung und der Bund haben bestehende Vorsorgemassnahmen ergänzt. Damit stärken sie die Gasvorsorge für den kommenden Winter.
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Die befristeten Massnahmen des Bundes sichern die Gasversorgung für den kommenden Winter.
Die Schweiz besitzt keine eigenen Gasspeicher und ist daher komplett auf Importe und Speicherkapazitäten im Ausland angewiesen. Doch geopolitische Unruhen sorgen für Unsicherheit auf den Energiemärkten und hohe Gaspreise.
Die Gaswirtschaft, die Wirtschaftliche Landesversorgung und der Bund haben deshalb bestehende Vorsorgemassnahmen ergänzt, um die Gasversorgung für den kommenden Winter zu stärken. Zentral ist eine Option auf Gas, die bei Bedarf aus der Transit-Pipeline von Frankreich nach Italien bezogen werden kann. Hiermit kann etwa von ein Zehntel des Winterverbrauchs gedeckt werden.
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Die Schweiz hat auch ein Abkommen getroffen, um geschützte Gaskunden wie Spitäler bei Mangellagen mit Gas versorgen zu können.
Solidaritätsabkommen mit Nachbarn
Die neue Option mit dem Namen «ITA.SWAPtion.26» ermögliche es der Schweiz, bei Bedarf Gas für die eigene Versorgung zu nutzen, das durch die Transitgasleitung von Frankreich nach Italien fliesst. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn die Einfuhren aus Deutschland eingeschränkt sein sollten.
Die Option ist vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. März 2027 verfügbar. Von der Massnahme profitierten vor allem Industrie- und Gewerbebetriebe. Als sogenannte ungeschützte Kunden wären sie bei einer schweren Gasmangellage früher von Einschränkungen betroffen als Haushalte oder Spitäler.
Die Schweiz, Deutschland und Italien haben zudem ein Solidaritätsabkommen in Kraft gesetzt. Dank diesem sollen geschützte Gaskundinnen und Gaskunden im Fall einer schweren Gasmangellage und bei Ausschöpfung aller im Inland möglichen Massnahmen noch mit Gas versorgt werden können. (mgt/bk)