Kanton Zürich will Limmat renaturieren
Mit «Lebendige Limmat» will der Kanton Zürich die stark kanalisierte Limmat befreien und neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen. Das Projekt wird nicht vor 2033 fertig und 95 Millionen Franken kosten.
Quelle: Nightnurse Images AG
Mitten im dicht bebauten Stadtgebiet entsteht mit der «Lebendigen Limmat» ein grünes Band – vielfältige Vegetation, ein Fluss voller Leben und lebendige Ufer, wo sich Mensch und Natur begegnen.
«Lebendige Limmat» ist die bedeutendste je realisierte Flussrevitalisierung des Kanton Zürich im urbanen Raum. Das Projekt schafft nicht nur mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sondern bringt eine lebendige Flusslandschaft mit insgesamt fünf Naherholungszonen sowie mehr Schutz vor Hochwasser und Trockenheit mitten in ein dicht besiedeltes Gebiet. Nun sind die Pläne konkret und liegen ab öffentlich auf.
Die Revitalisierung ist dringen nötig, denn die Limmat ist in einem schlechten Zustand: Die Kanalisierung vor über hundert Jahren hat im Wasser und an Land unzählige Lebensräume von Fischen, Insekten, Vögeln und anderen Tieren sowie Pflanzen zum Verschwinden gebracht. Auch ist der Damm, der die angrenzenden Siedlungen vor Hochwasser schützt, in einem schlechten Zustand und droht im Ereignisfall zu versagen.
Quelle: Nightnurse Images AG
Auf 3,2 Kilometern, von der Autobahnbrücke an der Zürcher Stadtgrenze bis zur Brücke Überlandstrasse vor Dietikon, wird die Limmat wieder lebendig. Es ist der letzte Teil der Zürcher Limmat, beim dem das noch möglich ist.
Optimiertes Bauprojekt liegt auf
Aus diesem Grund hat der Kanton Zürich zusammen mit der Stadt Schlieren, den Gemeinden Oberengstringen und Unterengstringen, dem Kloster Fahr sowie der Stadt Zürich 2022 das Projekt «Lebendige Limmat» lanciert. Im Fokus stehen nicht nur eine höhere Artenvielfalt und mehr Schutz vor Limmat-Hochwasser. Mit dem Projekt entsteht auch ein vielfältiges Erholungsgebiet für die Bevölkerung.
In den letzten vier Jahren hat die kantonale Baudirektion in enger Abstimmung mit den Projektpartnern und zahlreichen weiteren interessierten Organisationen die detaillierten Pläne für das Bauprojekt erstellt und sie dabei umfassend überprüft, optimiert und konkretisiert.
Gemäss aktuellem Stand belaufen sich die Planungs- und Umsetzungskosten auf rund 95 Millionen Franken. Finanziert wird das Projekt grösstenteils durch Kanton und Bund. Dieser unterstützt das Ganze Projekt mit voraussichtlich mindestens 50 Prozent der Kosten. Gemäss heutigem Planungsstand ist das Projekt im Herbst 2033 fertiggestellt. (mgt/bk)