Thursanierung wird teurer - braucht dafür aber weniger Land
Der Kanton St. Gallen hat das Projekt zur Thursanierung bei Wattwil SG überarbeitet und will damit den Verlust von Kulturland reduzieren. Bis im Frühling 2027 sollen die Details vorliegen.
Quelle: Kanton St. Gallen
Die Übersicht der geplanten Thursanierung bei Wattwil.
Zur Sanierung der über 100 Jahre alten Uferverbauungen der Thur in Wattwil gab es bereits während der öffentlichen Mitwirkung vor rund drei Jahren mehrere Kritikpunkte. Einer davon war der Landbedarf. Vorgesehen ist unter anderem eine Verbreitung der Thur. Doch nun soll im untersten Projektabschnitt nun weniger Landwirtschaftsland beansprucht werden.
Das Bau- und Umweltdepartement wird an dieser Stelle gemäss Kanton die ökologische Gestaltung anpassen und die Projektbreite auf das bundesrechtlich zulässige Minimum reduzieren. Ziel ist die Schonung von Kulturland. In anderen Abschnitten hingegen sieht das Bundesamt für Umwelt, welches die Abklärungen begleitete, keinen weiteren Spielraum mehr.
Redimensionierungg verworfen
Eine Redimensionierung des Projekts hatte der Kanton ebenfalls geprüft und verworfen: Bei einer Verkürzung des Projekts könne das Ziel, Wattwil besser vor Hochwasser zu schützen, nicht erreicht werden.
Aktuell werden die Kosten für das Gesamtprojekt auf 129 Millionen Franken veranschlagt. Der Kostenvoranschlag aus dem Jahr 2019 belief sich noch auf 112 Millionen Franken. Dies wird begründet mit gestiegenen Baupreisen, der Materialteuerung, zusätzlichen Aufwendungen für die Altlastensanierung sowie weiteren Planungs- und Honorarkosten aufgrund der Projektoptimierungen. (mgt/bk)