Trockenheit und Hitze: Suva mahnt zur Vorsicht bei Waldarbeiten
Weil Äste wegen der Hitze und damit verbundener Trockenheit abbrechen, rät die Suva zur Vorsicht im Wald. Der Unfallversicherung sind in den letzten Wochen vermehrt Spontanabbrüche von Ästen oder gar ganzen Baumkronen gemeldet worden.
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Bei anhaltender Trockenheit bergen Forstarbeiten einige Risiken. (Symbolbild)
Hitze und ausbleibender Regen setzen den Wäldern in weiten Teilen der Schweiz zu – und machen dort auch das Arbeiten unsicherer. Wie die Suva mitteilt, werden ihren Sicherheitsspezialisten vermehrt Spontanabbrüche von Ästen oder ganzen Baumkronen gemeldet; dies gilt insbesondere für Wälder des Mittellands und des Jurabogens. Betroffen seien vor allem Buchen und andere Laubbäume, heisst es weiter. Wegen der seit Wochen andauernden Trockenheit werden Äste und Kronenteile instabil und können in der Folge auch ohne äussere Einwirkung abbrechen.
Weil viele der betroffenen Bäume laut der Unfallversicherung gesund aussehen, sei die Situation besonders tückisch. "Die Trockenheit verändert das Risikoprofil im Wald wesentlich auch für erfahrene Forstleute”, sagt Urs Limacher, Teamleiter Forst bei der Suva. – Wer jetzt im Wald arbeite, müsse sich der aussergewöhnlichen Situation bewusst sein und die zusätzlichen Gefahren berücksichtigen. Damit Unfälle vermieden werden können, empfiehlt die Suva eine sorgfältige Planung vor jedem Einsatz. Zudem verweist sie darauf, dass moderne Holzernteverfahren die Sicherheit erhöhen können, weil sich der Mensch dabei nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich befindet. “Wo immer möglich, sollten deshalb hochmechanisierte Verfahren oder Methoden wie das ‘Fällen auf Distanz’ eingesetzt werden”, schreibt die Suva.
Bei Wind oder Sturm den Wald meiden
Denjenigen, die im Wald Erholung suchen oder sonst dort unterwegs sind, rät die Versicherung, aufmerksam zu bleiben, Warnhinweise zu beachten und sich nicht unnötig lange unter grossen Bäumen aufzuhalten. Dies bedeutet laut Suva nicht, dass man den Wald grundsätzlich meiden sollte. Herrscht allerdings Wind oder Sturm sollte man auf einen Waldspaziergang verzichten. (mai/mgt)
Tipps für Forstbetriebe und Arbeiten im Wald
- Die Gefahr durch Spontanabbrüche von Ästen und Kronenteilen bei der Planung und Ausführung von Waldarbeiten konsequent berücksichtigen.
- Bei Fällarbeiten Baumkrone, Stammverlauf, Umgebung und Fällschneise besonders sorgfältig prüfen.
- Wo immer möglich technische Verfahren einsetzen, die den Aufenthalt im Gefahrenbereich minimieren.
- Während der aktuellen Trockenperiode empfiehlt die Suva Hobby- und semiprofessionellen Holzern, auf Holzerntearbeiten zu verzichten.
Weitere Informmationen zum Thema Unfälle und Forstarbeiten auf www.suva.ch