12:08 BAUBRANCHE

Bündner Baukartell: PUK setzt auf Hinweise aus Bevölkerung

Teaserbild-Quelle: Kurt Michel, pixelio.de

Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zum Bündner Baukartell setzt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Nicht Zuletzt zu diesem Zweck hat das Gremium die neue Homepage pukbaukartell.ch aufgeschaltet.

Warnschild, Symbolbild.

Quelle: Kurt Michel, pixelio.de

Warnschild, Symbolbild.

Wer Hinweise habe, die für die Parlamentarische Untersuchungskommission vomBaukartell von Belang sein könnten, sei eingeladen, sich zu melden, heisst es auf der Homepage pukbaukartell.ch. Wie die PUK am Dienstag mitteilte, würden Hinweisgeber «durch Vertraulichkeit geschützt». Allerdings müssen sie sich mit dem Namen melden. Anonyme Hinweise werden nicht berücksichtigt.

Weiter will die fünfköpfige Parlamentarische Untersuchungskommission wichtige Dokumente und Informationen im Zusammenhang mit der Untersuchung aufschalten. Untersucht werden von der Wettbewerbskommission (Weko) aufgedeckte Kartellabsprachen im Bündner Baugewerbe.

Zudem soll die Kommission das Verhalten verschiedener kantonaler Stellen gegenüber dem Whistleblower Adam Quadroni abklären, der massgeblich an der Aufdeckung des Baukartells beteiligt war. Im Fokus steht insbesondere ein Polizeieinsatz, bei dem der reuige Kartellsünder verhaftet wurde.

Befragungen im Oktober

Die PUK wurde im Juni vom Grossen Rat des Kantons Graubünden eingesetzt. Erste Befragungen sollen im Oktober durchgeführt werden.Die illegalen Absprachen im Unterengadin sind schweizweit der bisher grösste aufgeflogene Fall von Manipulationen auf dem Bau.Das manipulierte Auftragsvolumen beträgt über 100 Millionen Franken. Die Wettbewerbskommission (Weko) gab Ende April bekannt, dass sie sieben Baufirmen mit total 7,5 Millionen Franken büsst.

Die PUK ist nicht das einzige Gremium, welches das Umfeld der illegalen Preisabsprachen näher anschaut. Die Bündner Regierung beschloss ihrerseits bereits externe Untersuchungen. Eine Untersuchung betrifft die Verfahrensabläufe im kantonalen Tiefbauamt zwischen 2004 und 2012. Eine weitere Untersuchung betrifft den Polizeieinsatz gegen Quadroni. (sda/pb)

Zur Homepage: www.pukbaukartell.ch

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