Basel-Stadt: Bauvorhaben früher öffentlich auflegen
Der Kanton Basel-Stadt will eine frühere Planauflage seiner Bauvorhaben realisieren. Er hofft, dass so beim Baustart bereits alle Bewilligungen vorliegen und laufende Projekte nicht durch Einsprachen verzögert werden.
Quelle: Herzog & de Meuron
Nach dem Umbau soll der Basler Marktplatz begrünt sein: Der Stadtkanton will für mehr Planungssicherheit seine Bauprojekte früher öffentlich auflegen.
Das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) wagt die Flucht nach vorne: Künftig sollen seine Bauvorhaben früher öffentlich auflegen, damit geplante Projekte nicht durch Einsprachen verzögert werden. Heute findet in Basel die Planauflage kurz vor der Bauphase statt. Gehen dann noch Einsprachen ein, zieht sich deren Behandlung zum Teil bis in die Bauphase hinein, was entsprechend für Unsicherheit sorgt.
Neu sollen deshalb die Vorhaben noch vor dem fertigen Bauprojekt aufliegen, damit etwaige Einsprachen vor Baustart fertig behandelt werden können. Negatives Beispiel ist hier die Fertigstellung Tramerneuerung zum Bruderholz: Diese wurde zwar schon 2018 beschlossen, ist aber noch immer am Bundesverwaltungsgericht hängig.
2026 stehen drei Grossprojekte an
Der Hintergrund dieser Massnahme: Die Stadt hat für 2026 gleich drei Grossprojekte in der Pipeline. Ab April wird am Marktplatz in der Altstadt. Hier erneuern die Basler Verkehrs-Bertriebe die Gleise zwischen Gerbergasse und Schifflände. Zudem wird eine Lastverteilplatte installiert, um das unter den Gleisen liegende, 120 Jahre alte Gewölbe des Birsigtunnels.
In der Unteren Rebgasse und in der Klybeckstrasse wird ebenfalls gebaut, und ausserdem wird die Grenzacherstrasse zwischen der Schwarzwaldbrücke und dem Rankhof erneuert. Der Kanton will hier die Verkehrssicherheit erhöhen und einen Kreisel installieren. (SDA/bk)