Wohnraumkrise: EU-Parlament will Bau ankurbeln
Weniger Bürokratie und steuerliche Anreize: Das Europäische Parlament fordert Massnahmen, um den Wohnungsbau anzukurbeln und der Wohnraumkrise entgegenzutreten.
Quelle: wikicommons / Diliff
Das EU-Parlament fordert Massnahmen, um den Wohnungsbau anzukurbeln, hat mit seinem Vorstoss allerdings nur begrenzten Einfluss.
Nicht nur die Schweiz, auch die Europäische Union hat mit einer Wohnungskrise zu kämpfen: Die Wohnkosten steigen, und die Neubautätigkeit kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten.
Deshalb hat die Europäische Kommission im Dezember einen Plan gegen die Wohnungskrise vorgelegt. Sue plant, lokalen Behörden Massnahmen zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen an die Hand zu geben. Die Brüsseler Behörde will ausserdem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Renovierungen anschieben.
Quelle: Stefan Gyr
Steuerliche Anreize und das Entfernen bürokratischer Hürden sollen dabei helfen.
Rechtlich nicht bindend
Nun zieht das Europäische Parlament nach und fordert Massnahmen wie weniger Bürokratie und steuerliche Anreize, um gegen Wohnungsmangel vorzugehen und die Bautätigkeit zu erleichtern. In einer rechtlich allerdings nicht bindenden Resolution sprach sich das Strassburger Parlament für einen Plan gegen die Wohnungskrise aus. Das Problem dabei: Wohnen ist primär Sache der EU-Länder.
Die Resolution sieht Vereinfachungen für Baugenehmigungen vor: Sie sollten innerhalb von 60 Tagen erteilt werden, so der Vorschlag aus dem Parlament. Ausserdem sprach sich das Gremium für einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz auf die Bereitstellung und den Bau von Wohnraum aus. (SDA/bk)