09:01 VERSCHIEDENES

Rätsel: Campari, Tom und der Flughafen

Geschrieben von: Simone Matthieu
Teaserbild-Quelle: Bayuzkn, Unsplash

Der Traum vom Fliegen  und die Sehnsucht danach ist so alt wie die Menschheit. Davon erzählen auch sieben bekannte Songs, die im nachfolgenden Text verpackt sind. Um welche Hits geht es?

Cover

Quelle: CSR Records

Der Traum vom Fliegen.... davon erzählt auch dieser Ausschnitt eines Plattencovers.*

Fliegen faszniert  – auch die Popkultur hat es längst entdeckt. Etwa in Filmen wie «Top Gun» oder «Snakes on a Plane». Besonders berührend nehmen den Traum vom Fliegen gute Songs auf. Das Baublatt hat dazu eine kleine Geschichte zusammengestellt: In ihr «verstecken» sich bekannte Songs zum Thema Fliegen. Sie stammen aus den Jahren 1964 bis 1991. Wer den Titel eines Liedes errät, erhält einen Punkt, wenn alle Songtitel richtig sind, gibt es sieben Punkte. Wer dazu noch die Interpret(en) der Lieder weiss, erhält pro richtigem Treffer einen weiteren Punkt, maximal sieben Punkte. Zusatzpunkte gibt es für das korrekte Jahr der Veröffentlichung. Maximal sind somit 21 Punkte möhlivh. Wer es nicht herausfindet: Die Lösungen gibt es unter baublatt.ch/260404.

Die Träumer

Auf einer staubigen Landstrasse, gerade, als die Sonne hinter einem Hügel verschwindet und die Lichter der nahen Stadt aufflammen, wird die Welt plötzlich still um Tom herum. Jetzt will er es versuchen, will sich selbst das Fliegen beibringen. Obwohl er keine Flügel hat. Er  weiss: Vom Fliegen zurückzukommen ist das Schwierigste überhaupt. Trotzdem lernt er immer noch, zu fliegen. Auch wenn es, das weiss er, eigentlich nur ein Traum ist. 

Während der eine weiter in seinen Träumen fliegt, versucht ein anderer, dem Fliegen, den Maschine und Piloten näherzukommen. Jeden Morgen steht er am Flughafen Belpmoos, sieht die Flugzeuge kommen und gehen. Büne hält seine Nase in die kalte Morgenluft, die nach Treibstoff riecht. Er sieht aus wie ein Pilot mit seiner braunen Bomberjacke und dem weissen Seidenschal - er hat die Piloten lange genug studiert. Er hat Modellflugzeuge in den Himmel geschickt und wusste damals: «Irgendwann geh ich auch.» Er schickt ein kleines Stossgebet gen Himmel: «Belpmoos spick mich fort von hier, spick mich fort von hier – mir ist egal wann und wie, nur bald! Bald! Bald!»

Blick aus einem Flugzeug auf die Wolken.

Quelle: Nikola Ancevski, Unsplash

Blick aus einem Flugzeug auf die Wolken.

Irgendwo in Deutschland ist Reinhard auf dem Weg, seinen Traum wahr zu machen. Er erwirbt mit Hilfe eines Freundes die Fluglizenz. Während der Ausbildung macht er sich Gedanken und beobachtet das Geschehen auf dem Flugplatz. «Irgendjemand kocht Kaffee in der Luftaufsichtsbaracke. In den Pfützen schwimmt Benzin», fällt ihm auf. Als Sänger und Texter hat das Fliegen für ihn auch eine poetische Note, die er für sich so formuliert: «Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste und Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen. Und dann würde, was uns gross und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.» Reinhard hat den Flugschein schliesslich in der Tasche und sein Fluglied wird zum ganz grossen Hit, der sogar in andere Sprachen übersetzt wird.

Die Flieger

Während die einen noch träumen, ist Dominique schon weiter und sitzt in einem Flugzeug, sieht durch die Fenster die Turbinen. Das Flugzeug wankt leicht. Der Copilot sagt durch das Mikrofon «On your left, you can see Malaga through the dust». Der Passagier genehmigt sich noch einen Campari Soda. Weit unter ihm liegt das Wolkenmeer. Der Ventilator summt leise. Melancholisch denkt er: «Es ist, als gäbe es mich nicht mehr.» 

Zur gleichen Zeit passiert in den Bergen Schreckliches: Zwei Freunde wollen in einem Sportflugzeug einen Alpenflug machen. Der Passagier sitzt im hinten, Pilot Mani, vorne – um sie herum der ohrenbetäubende Lärm des Motors. Dem, der hinten sitzt, fällt auf, dass der Tank ein Leck hat und versucht seinem Kollegen am Steuer mitzuteilen, dass er sofort landen muss. Doch Mani versteht ihn im Motorengeheul nicht. Sie brüllen sich weiter vergeblich an. Der Pilot versteht nicht, dass sein Treibstoff zu Neige geht. Das brutale Ende steht kurz bevor. Plötzlich wird es still, weil das Benzin nun wirklich ausgegangen ist. Jetzt, da sie einander verstehen würden, sagt keiner der beiden mehr ein Wort – nie mehr. 

Die Überflieger

Höher  hinaus will ein britischer Astronaut. David fliegt ins All unter dem Pseudonym Major Tom. Er vertraut völlig auf die Systeme. Doch dann kommt die Durchsage von Ground Control «Du bist vom Kurs abgekommen, da stimmt etwas nicht. Hörst Du mich Major Tom?» Plätzlich bricht die Verbindung ab. Für Major Tom gibt es keinen Weg zurück. Seine Gedanken kreisen um das Unvermeidliche: «Ich schwebe hier in meiner Blechdose, weit über dem Mond, ich sehe die Erde blau schimmern und kann doch nichts tun.»

Etwa zehn Jahre später will ein Österreichischer Astronaut namens Peter auf den Spuren von David ins All. Auch er gibt sich das Pseudonym Major Tom. Während die Crew die Rakete startklar macht, überdenkt Major Tom seinen Geheimplan, von dem er niemandem erzählt hat. Als seine Raumschiff die Erdanziehungskraft überwunden hat, soll er wissenschaftliche Experimente durchführen. Doch er denkt sich: «Was nützen die am Ende schon?». Im Kontrollzentrum bricht Panik aus. Major Tom hat eigenmächtig den Kurs der Kapsel geändert. «Hallo Major Tom, können Sie hören? Wolln Sie das Projekt etwa zerstören?», tönt es noch von der Erde. Doch Major Tom hat die Verbindung längst gekappt. Sein letzter Funkspruch: «Grüsst mir meine Frau». Auf der Erde trauern die am Raketenprojekt beteiligten um ihr Werk. Major Toms Plan ist aufgegangen und er denkt sich: «Wenn die wüssten! Mich führt hier ein Licht durch das All. Das kennt ihr noch nicht.» Und er schwebt weiter völlig losgelöst von der Erde. Das Ziel kennt nur er. 

*Die Lösungen gibt es hier zum Anhören und auch die Auflösung zum Bild am Anfang des Textes.


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