09:05 VERSCHIEDENES

Da war noch was: Neubauten und Altlasten

Teaserbild-Quelle: zvg

Mit der Serie «Da war noch was» blickt baublatt.ch auf die vergangene Bau-Woche zurück. Diese Woche: Ein Neu- statt ein Anbau für das Berner Kunstmuseum, neuer Raum zum Wohnen und Arbeiten in Luzern und grünes Licht für mehr Wohnraum in Basel.

Bern: Kunstmuseum plant Neubau statt Anbau

Für die seit Jahren geplante Erweiterung des Kunstmuseums Bern liegen neue Pläne auf dem Tisch. Der Erweiterungsbau aus den 80er-Jahren soll durch einen Neubau ersetzt werden. Auf eine aufwändige Sanierung wird verzichtet. Dies hat eine Machbarkeitsstudie ergeben, wie die Dachstiftung KMB-ZPK mitteilt. Die Ergebnisse sollen nun die Basis bilden für einen „noch zu definierenden öffentlichen Architekturwettbewerb“. Von den Neubauplänen nicht betroffen ist der Altbau des Kunstmuseums, der sogenannte Stettlerbau.

Luzern: Berner Architekten bauen „Onkel“ an der Industriestrasse

Auf dem Industriestrasse-Areal in der Stadt Luzern wollen fünf Wohnbaugenossenschaften für rund 83 Millionen Franken Wohn-, Arbeits- und Kulturraum für 600 Personen realisieren. Aus einem mehrstufigen Wettbewerb ist nun das Projekt „Mon oncle“ des Berner Architektenteams Rolf Mühlethaler und Christian Schläppi als Sieger hervorgegangen, wie es in einer Mitteilung der Kooperation Industriestrasse heisst. Sie gewannen in der Disziplin Städtebau und Aussenraum. Auch zwei Luzerner Büros kommen zum Zug: In der Disziplin Gebäudetypologie wurden zusätzlich die Projekte „Indu“ von rööslimaeder und „Ludoville von toblergmür aus Zürich/Luzern ausgewählt.

Die Gewinner der Disziplin Städtebau und Aussenraum beginnen im Sommer mit der Ausarbeitung des Regelwerks für die Arealbebauung. Der Gestaltungsplan soll Ende nächstes Jahr vorliegen. Der Baustart der ersten Etappe ist 2021 geplant, die Fertigstellung und Übergabe an die künftigen Bewohner 2025.

So soll die künftige Bebauung des Areals Volta Nord aussehen.

Quelle: zvg

So soll die künftige Bebauung des Areals Volta Nord aussehen.

Basel: Parlament sagt Ja zum Bebauungsplan für das Volta Nord-Areal

Auf dem Areal Volta Nord beim Grenzübergang Lysbüchel soll die Gewerbenutzung verdichtet und Wohnraum geschaffen werden. Der Grosse Rat genehmigte den Bebauungsplan samt Landerwerb. Der Kanton will das 11,6 Hektaren grosse Gebiet besser auslasten, um gegen die Wohnungsnot und den zunehmenden Pendelverkehr anzukämpfen. In der Industrie- und Gewerbezone soll künftig nur der Nordteil verbleiben. Im Südteil sind neue Wohnungen vorgesehen, in der Mitte ein Gewerbe- und Dienstleistungsbereich.

Kuppelgewölbe des Bundeshauses in Bern, Symbolbild.

Quelle: pd

Die Schweiz, ein Land von Städtern? Die grosse Mehrzeit der Schweiz lebt in urbanen Gebieten. (Kuppelgewölbe des Bundeshauses in Bern, Symbolbild)

127,9 Millionen für zivile Bundesbauten

Der Bundesrat beantragt insgesamt 127,9 Millionen Franken für zivile Bundesbauten. In der Botschaft 2018 sind der Neubau einer Ausbildungshalle in Magglingen, die Gesamtsanierung des Kanzleigebäudes in Washington, D.C sowie ein Rahmenkredit enthalten. Die neue Ausbildungshalle für das Nationale Sportzentrum in Magglingen wird aus einer Dreifachturnhalle sowie einer Schwinghalle bestehen und soll 23,9 Millionen kosten. Der Verpflichtungskredit für die Sanierung des Kanzleigebäudes der Schweizer Botschaft in der Hauptstadt der USA beträgt 14 Millionen Franken. Nach rund 60 Jahren sind die meisten Bauteile und Installationen am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Die restlichen 90 Millionen entfallen auf einen Rahmenkredit, aus dem wiederum Verpflichtungskredite für Bauvorhaben des Immobilienportfolios des Bundesamts für Bauten und Logistik abgetreten werden, die weniger als zehn Millionen Franken kosten.

Sika zieht Schlussstrich unter den Übernahme-Streit

Am 11. Juni findet eine ausserordentliche Generalversammlung der Sika statt. Dann soll die Einheitsnamenaktie eingeführt und der Verwaltungsrat umgebaut werden. Mit Einführung der Aktie sollen die Aktionäre gleichzeitig die 5-Prozent-Vinkulierung und das Opting-Out abschaffen. Diese beiden Regelungen in den Statuten von Sika hatten die Grundlage für die Auseinandersetzung um die Übernahme durch den französischen Konzern Saint-Gobain gebildet. Ausserdem soll die Versammlung nachholen, was sie seit drei Jahren konsequent verweigert hat: die Entlastung des Verwaltungsrats und dessen Bezahlung. Dabei geht es um viel Geld. Beantragt hatte der Verwaltungsrat von 2015 bis 2017 eine rückwirkende Gesamtentschädigung von 8,64 Millionen Franken für die neun Mitglieder des Gremiums. Für das laufende Jahr sollte ein Maximalbetrag von 3 Millionen gesprochen werden. Im neuen Verwaltungsrat soll künftig ein Vertreter der Bill-Gates-Stiftung Einsitz nehmen. Diese ist seit Jahren Aktionärin und hatte den Verwaltungsrat während des Streits immer unterstützt. Justin Howell soll einen der drei freigewordenen Sitze besetzen. Denn mit der vor gut einer Woche erreichten Einigung im Streit mit der Eignerfamilie Burkhard sind deren drei Vertreter aus dem Sika-Verwaltungsrat ausgeschieden.

Züblin muss Verlust hinnehmen

Das Immobilienunternehmen Züblin steckt im Umbau und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar den Mietertrag leicht gesteigert, aber einen Verlust von 29,3 Millionen Franken erlitten. Er ist jedoch auf Einmaleffekte aufgrund des Portfolioumbaus zurückzuführen. Der bereinigte Erfolg von 6,6 Millionen Franken spiegelt laut einer Mitteilung die operative Leistungsfähigkeit der Firma wider. Aufgrund des positiven Betriebsergebnisses (Ebig) von 4,4 Millionen Franken (23 Prozent unter dem Vorjahr) und der stabilen Finanzlage will Züblin ausserdem wieder eine Dividende ausschütten. In Zukunft will man weiter wachsen – gezwungenermassen sozusagen. Denn: „Unsere Bilanz ist für eine kotierte Immobilienfirma zu klein, um effizient zu sein“, so Züblin-Chef und Verwaltungsratspräsident Iosif Bakaleynik. Alle Aktionäre – darunter auch der mit 41,7 Prozent grösste Anteilseigner Viktor Vekselberg – erwarteten eine höhere Effizienz.

Andermatt Swiss Alps verkauft Immobilienpaket

Per 16. Mai hat die Andermatt Swiss Alps ein Immobilienpaket im Wert von 50,5 Millionen Franken an die Taurus Andermatt AG verkauft. Das Paket umfasst fünf Penthouses im „The Chedi Andermatt“ sowie 20 Eigentumswohnungen im Feriendorf Andermatt Reuss. Mehrheitsaktionärin von Taurus ist die WieInvest AG, eine Beteiligungsgesellschaft von Urs Wietlisbach. Minderheitsaktionäre sind Samih Sawiris – er ist Mehrheitsaktionär der Orascom Development Holding, der 49 Prozent von Andermatt Swiss Alps gehören – sowie eine weitere Privatperson. (mt/mit Material der sda)

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