15:04 KOMMUNAL

Asphalt Art Initiative: Kunst, Farbe und Sicherheit im Verkehr

Teaserbild-Quelle: Bloomberg Philanthropies

Kunterbunte Muster statt Fussgängerstreifen können den Fuss- und Veloverkehr sicherer machen. Das zeigen die Strassenkunstwerke der „Asphalt Art Initiative“. Und sie verwandeln triste Orte in farbige Plätze.

"Bring Togehter" von Ynka Ilori, London

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Vorher und Nachher - oder einmal mit und einmal ohne Farbe.

 Leuchten bunte Muster auf dem Asphalt, dann ist das Risiko von Unfällen geringer, als auf rauem, grauem Grund. Vor allem, was den Fuss- und Veloverkehr betrifft. Dies, weil die Beteiligten aufmerksamer unterwegs sind und sich eher an die Verkehrsregeln halten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, für welche die Auswirkungen von insgesamt 22 Strassenkunstprojekte der „Asphalt Art Initiative“ in den Vereinigten Staaten unter die Lupe genommen worden sind.

Hinter den untersuchten sowie einiger weiterer Werke der Initiative und der Studie steckt Bloomberg Philantropies, eine vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael J. Bloomberg gegründete Wohltätigkeitsorganisation. - Inspiriert haben die grossflächigen Kunstwerke zum Drüberfahren und -gehen Massnahem zur Verbesserung der Sicherheit von Fussgängern und Wiederbelebung von Strassen in New York, während Bloombergs Amtszeit (2002-2013). „Über 40 Städte haben die Wirksamkeit der Asphalt Art Initiative unter Beweis gestellt, indem sie die Bevölkerung dazu gebracht haben, ihre öffentlichen Räume attraktiver und sicherer zu gestalten“, freut sich Bloomberg.

Glasgow, London und Amsterdam treiben es bunt

Nun soll die bunte Welle auch auf Europa überschwappen. In Glasgow, London und Amsterdam hat sie das bereits. In London sind es insgesamt zwölf teils neonfarbige geometrische Muster, die anstelle von Fussgängerstreifen über Strassen führen. In Amsterdam laden quaderförmige Holzelemente und bunte Rechtecke als eine Art  begehbares Kunstwerk zum Entdecken und Verweilen ein. Derweil verwandeln in Glasgow verspielte Formen beim Eingang einer stark frequentierten S-Bahn-Station in der Nähe einer Autobahnunterführung einen tristen Ort in eine bunte Welt.

Europäische Städte mit mindestens 100‘000 Einwohnern können sich noch bis zum 11. Juli für die Teilnahme an der „Asphalt Art Initiative“ mit Vorschlägen bewerben, umgesetzt werden sollen sie dann im 2023. Die Gewinner werden dieses Jahr im Herbst gekürt: Nebst finanzieller Unterstützung erhalten sie bei der Verwirklichung auch Unterstützung in Form von technischem Knowhow. (mai)

Mehr Informationen zu Bewerbung und Anforderungen auf www.asphaltartbloomberg.com


Video zur Asphalt Art Initiative.

"Surround Sound" von Kenor, Amsterdam

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Romben, Dreiecke und Vierecke in Amsterdam.

"Surround Sound" von Kenor, Amsterdam

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Gemusterte Holzelemente laden mit "Surround Sound" von Kenor in Amsterdam zum Verweilen ein.

"Surround Sound" von Kenor, Amsterdam

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Zum Werk in Amsterdam gehören auch Blumenkästen.

"Bring Togehter" von Ynka Ilori, London

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Auch aus der Höhe unübersehbar: Eines der Muster von "Bring Together" aus der Vogelperspektive.

"Bring Togehter" von Ynka Ilori, London

Quelle: Bloomberg Philanthropies

Hinter den knalligen Mustern von "Bring Together" in London steckt Yinka Ilori und Studenten der Londoner Kunsthochschule.

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