15:12 BAUPROJEKTE

WTP-Campus: Eine Insel mit Sumpfbiotop für New York

Teaserbild-Quelle: 3deluxe

Eine grüne Insel vor den Häuserschluchten New Yorks, als Biotop und als Erholungsraum für die Bewohner der Stadt. Sie soll komplett autark sein und sich mittels Sonne, Wasser und Wind selbst mit Energie versorgen. Dasselbe gilt für das Trinkwasser. Dies ist die Idee des deutschen Büros „3deluxe“.

Video zum Projekt.


Es ist von der internationalen Organisation „#WeThePlanet“ (WTP) mit einer Architekturstudie beauftragt worden, die die Möglichkeiten „menschenfreundlicher und naturnaher Architektur“ auslotet. WTP hat seinen Sitz in New York und engagiert sich für Klimagerechtigkeit.

Das Eiland ist allerdings weit mehr als eine schwimmende, grüne Oase: Der WTP-Campus soll sowohl Raum für Kongresse, Workshops und andere Veranstaltungen bieten, die sich mit ökologischen und sozialen Anliegen befassen, als auch als Vorbild für künftiges Wohnen und Arbeiten dienen. Rund die Hälfte der Fläche ist Sumpfbiotopen vorbehalten. Tiere und Pflanzen sollen sich aber ebenso auf den strohgedeckten oder begrünten Dächern sowie auf einer Wildwiese oder im Sandbiotop ansiedeln.

Weitere Inseln?

Ausserdem ist die Insel so gedacht, dass sie erweitert werden kann. Überdies schlagen die Architekten vor, dass weitere schwimmende Pärke oder etwa Rennstrecken entlang des Ufers von Manhattan installiert werden.

Als Baustoffe empfehlen die Architekten Baumaterialien wie Holz, Lehm oder Schilf aber auch Recyclingmaterialien wie Biokunststoffe. Für die Energieversorgung schlagen sie unter anderem Algenbioreaktoren, Windparks, und Photovoltaik vor.

50/50-Konzept

Bei ihrer Idee setzt  „3deluxe“ auf sein eigen entwickeltes „50/50“-Konzept. Wie es in der Dokumentation zum Projekt heisst, besteht dessen Grundidee darin, dass ein Bauvorhaben der Natur so viel zurückgibt wie es ihr nimmt. Konsequent auf alle Bauvorhaben angewendet, werde diese Vorgaben das Stadtbild völlig verändern, heisst es weiter. „Neue, innovative Strukturen entstehen, die zur Hälfte aus naturnahen Biotopen bestehen.“ (mai)

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© Joujou, pixelio.de

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