Stadt Luzern stoppt Strassenprojekt nach Kritik aus dem Quartier
Die Stadt Luzern hat ein geplantes Umgestaltungsprojekt für die Villen- und Moosmattstrasse nach Kritik aus dem Quartier gestoppt. Die Ende August öffentlich aufgelegten Verkehrsanordnungen werden zurückgezogen, womit vorerst alles beim Alten bleibt.
Quelle: Google Maps
Die Stadt Luzern stoppt das Umgestaltungsprojekt für die Villen- und Moosmattstrasse.
Zuvor hatten die Quartiervereine Obergrund und Sternmatt eine ungenügende Möglichkeit zur Mitwirkung bemängelt, wie die Stadt Luzern am Donnerstag mitteilte. Der Verein Sternmatt kritisierte ausserdem das geplante Durchfahrtsverbot, da es Autofahrten ins Stadtzentrum seiner Ansicht nach unnötig verlängern würde. Auch von Anwohnenden gab es Lob und Tadel.
Im August hatte die Stadtverwaltung gemäss Mitteilung über 1300 Haushalte im Quartier per Brief über die geplanten Anpassungen informiert; zudem habe die Quartierbevölkerung am Infostand des Obergrund-Quartierfests die Gelegenheit gehabt, sich direkt mit den Projektleitenden auszutauschen.
Velostrasse und Begegnungszone
Das Projekt sah vor, die Villenstrasse in eine Velostrasse und die Kreuzung Moosstrasse/Eschenstrasse zu einer Begegnungszone umzuwandeln. Ein Durchfahrtsverbot auf der Moosmattstrasse hätte das Kleinmattquartier vom Durchgangsverkehr entlasten sollen. Grund für die geplanten Massnahmen waren laut Stadt Sicherheitsdefizite auf der Moosmatt- und Eschenstrasse als wichtige Schul- und Verkehrswege.
Der Stadtrat nehme die Kritik ernst, obwohl er die Massnahmen grundsätzlich für zielführend halte, heisst es in der Mitteilung. Das Projekt werde nun in einem partizipativen Prozess vertieft geprüft. Die Massnahmen sollen im Rahmen des Gesamtprojekts Moosmattstrasse erneut diskutiert werden. Eine Informationsveranstaltung zum Gesamtprojekt ist für das erste Quartal 2027 geplant. (sda/mgt/pb)