09:14 BAUPROJEKTE

Nidwaldner Regierung verlangt Zusatzkredit für Sanierung in Buochs

Teaserbild-Quelle: zvg

Für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Buochs NW hat der Nidwaldner Regierungsrat beim Landrat einen Zusatzkredit beantragt. Die Kosten für das laufende Infrastrukturprojekt steigen damit um 1,6 Millionen Franken.

Baustelle der Ortsdurchfahrt Buochs im Sommer 2026

Quelle: zvg

So präsentierte sich ein Teil der Baustelle im Sommer 2026.

Als Hauptgründe für den höheren Finanzbedarf nannte die Nidwaldner Staatskanzlei am Montag unvorhergesehene Arbeiten am baulichen Zustand der Strasse sowie gestiegene Aufwände bei Planung, Bauleitung und Landerwerb. Die Voruntersuchungen zum baulichen Zustand der Strasse hätten kein ausreichendes Gesamtbild ergeben.

So habe sich erst im Verlauf der Arbeiten gezeigt, dass auf gewissen Abschnitten ein umfassender Fundationsersatz notwendig sei und die Betonplatten beim Dorfbach statisch nicht mehr den Anforderungen genügen und ersetzt werden müssten. Auch der Aufwand für die Bauleitung sei höher als erwartet, da die Arbeiten im dicht bebauten Dorfzentrum laufend mit weiteren Infrastrukturprojekten koordiniert werden müssten.

Ebenfalls Kosten verursachte laut Staatskanzlei eine neue Plattform, auf der die Bevölkerung und das Gewerbe laufend über den Baufortschritt informiert werden. Diese  habe sich als Informationskanal bewährt, heisst es weiter. Das Elektrizitätswerk Nidwalden und die Gemeinde Buochs beteiligen sich je zu einem Drittel an den Kosten für die Online-Plattform, da sie diese für ihre Baustellen ebenfalls nutzen.

Redimensionierung bei Kredit-Ablehnung

«Bei einem Bauprojekt dieser Grössenordnung im dicht bebauten Dorfzentrum lassen sich nicht alle Entwicklungen vorhersehen», so Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer in der Mitteilung. Entscheidend sei, dass die weitere Finanzierung auf eine solide Grundlage gestellt werde. Der Regierungsrat hat die entsprechende Vorlage in der Höhe von total 1,645 Millionen Franken zuhanden des Landrats verabschiedet. Darin enthalten ist auch die Kostenbeteiligung der Gemeinde Buochs.

Sollte das Kantonsparlament den Kredit ablehnen, müsste das Verkehrsprojekt laut Staatskanzlei teilweise redimensioniert werden. Trotz des höheren Aufwands verlaufen die Bauarbeiten derzeit nach Plan. An den Zielen des Projekts – mehr Verkehrssicherheit, eine erneuerte Infrastruktur und ein attraktiverer Dorfkern – ändere der zusätzliche Finanzbedarf nichts, betont die Staatskanzlei.

Die Hauptarbeiten für die Sanierung der Beckenrieder-, Stanser- und Ennetbürgerstrasse laufen seit Sommer 2025 und sollen zweieinhalb Jahre dauern. Ursprünglich war für das gemeinsame Projekt von Kanton und Gemeinde ein Kredit von 7,6 Millionen Franken bewilligt worden, wovon bisher rund 3,2 Millionen Franken aufgelaufen sind. (sda/mgt/pb) 


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