Kantonsschule Rychenberg in Winterthur wird instand gesetzt
Der Kanton Zürich setzt die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur instand. Das über 60 Jahre alte, denkmalgeschützte Gebäude soll für 87 Millionen Franken für den zeitgemässen Schulbetrieb fit gemacht werden.
Quelle: Baudirektion
Wird umfassend Instandgesetzt: Die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur, hier auf einer Fotografie aus dem Jahr 1963.
Die Anfang der 1960er-Jahre errichtete Kantonsschule Rychenberg bietet ein Langzeitgymnasium, eine zweisprachige Maturität Deutsch/Englisch und eine Fachmittelschule an. Über 1300 Schüler werden hier von rund 170 Lehrkräften unterrichtet. Die Schulanlage ist im kantonalen Inventar der Denkmalpflege gelistet.
Wie die Zürcher Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte, soll das denkmalgeschützte Gebäude nun sorgfältig weiterentwickelt werden, um den Anforderungen eines zeitgemässen Schulbetriebs gerecht zu werden. Gemäss Mitteilung sind Investitionen in die Erdbebensicherheit, den Brandschutz, die Wärmedämmung und die Gebäudetechnik notwendig. Zudem werden die Räume aktuellen Standards angepasst.
Das von den BDE Architekten aus Winterthur erarbeitete Bauprojekt für die Instandsetzung verbessere ausserdem den Schallschutz und schaffe hindernisfreie Zugänge, heisst es weiter. Während der Bauarbeiten werden das Hauptgebäude und der Spezialzimmertrakt teilweise bis auf den Rohbau zurückgebaut. Weiter werden die Elektroanlagen vollständig und die Sanitäranlagen partiell erneuert.
Gestaffelte Bauarbeiten
Wie die Staatskanzlei weiterschreibt, soll mit der Instandsetzung auch der Heizwärmebedarf und der Stromverbrauch der Anlage stark reduziert werden. So sollen künftig alle Gebäude über eine Solaranlage verfügen und durch das Entsiegeln von Flächen und das Pflanzen neuer Bäume die sommerliche Hitze reduziert werden. Das Hauptgebäude und der Ergänzungsbau werden nach Minergie-ECO zertifiziert.
Der Schulbetrieb läuft während der Bauarbeiten in Teilen der Kantonsschule Rychenberg weiter. Die Arbeiten an den drei am stärksten betroffenen Gebäuden erfolgen gestaffelt. Als Ersatz werden provisorische Räume bezogen. Die Bauarbeiten beginnen im August 2027 und dauern rund vier Jahre.
Die erneuerten Gebäude können voraussichtlich im Frühjahr 2032 bezogen werden. Der Regierungsrat hat für das Projekt Ausgaben in der Höhe von 87 Millionen Franken bewilligt. (mgt/pb)