11:00 BAUPROJEKTE

Schloss Brestenberg: Baueingabe für Erschliessung der Hallen erfolgt

Teaserbild-Quelle: Alexey M. - Own work, wikimedia CC BY-SA 4.0

Das Schloss Brestenberg in Seengen AG am Hallwilersee soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Die Eigentümer haben die Baueingabe für den geplanten Zugang zu den unterirdischen Hallen im Brestenberg eingereicht.

Schloss Brestenberg in Seengen

Quelle: Alexey M. - Own work, wikimedia CC BY-SA 4.0

Das Schloss Brestenberg in Seengen AG am Hallwilersee soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Die Eingabe sei auch ein «erster baulicher Schritt hin zu einer Zukunft für Brestenberg», teilten die Promotoren am Montag mit. Dies sind die Terresta Immobilien- und Verwaltungs AG sowie die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Sie haben ihren Sitz in Winterthur ZH.

Am südlichen Ende des Grundstücks ist gemäss Mitteilung ein Lifthäuschen geplant, das den Waren- und Personalverkehr für die unterirdischen Hallen im Brestenberg sicherstellen soll. Weiter sind eine Zufahrt direkt von der Brestenbergstrasse, Grundausbauten im Innern sowie begleitende Massnahmen im Aussenraum geplant.

Die Pläne seien mit der Gemeinde Seengen und Verbänden wie Pro Natura oder dem Landschaftsschutzverband Hallwilersee abgesprochen, heisst es weiter. Wenn es grünes Licht der Behörden gibt, sollen die Arbeiten frühestens Ende 2026 starten und bis frühestens Anfang 2028 dauern.

Seit über 30 Jahren im Tiefschlaf

Seit dem Baustopp 1992 befinden sich die grossen Hallen unter dem Schloss Brestenberg im Rohbau. Diese seien noch immer in einem guten Zustand, schreiben die Promotoren. Damit sie aber genutzt werden könnten, brauche es einen Zugang zu allen Stockwerken – dies möglichst, ohne die Anwohner oder die Natur zu beeinträchtigen.

Daher soll zunächst die Erschliessung Süd mit einem Wendeplatz für Lieferwagen, einem kleinen Gebäude mit zwei Warenliften und einer Nottreppe gebaut werden. So könne die künftige Logistik direkt über die Brestenbergstrasse erfolgen, anstatt über das Quartier oder entlang des Naturschutzgebiets über den Badweg.

Als zweiter Schritt folgen gemäss Mitteilung Grundausbauten im Inneren der Hallen für Brandschutz und Fluchtwege sowie Strom- und Kanalisationsanschlüsse. Terresta rechnet für das Projekt nach eigenen Angaben mit Gesamtkosten in der Höhe von rund sieben Millionen Franken.

Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung

Vorangetrieben werden soll weiter eine Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) für die Sondernutzungszone Brestenberg westlich der Kantonsstrasse. Diese sei notwendig für die gewerbliche Nutzung der unterirdischen Hallen und eine Voraussetzung, um die Anlage verlustfrei betreiben zu können, heisst es weiter.

Die Gemeinde Seengen habe den Vorschlag geprüft. Dieser wird laut Mitteilung nun mit dem Regionalplanungsverband Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) sowie dem Kanton Aargau abgestimmt, bevor er zur Mitwirkung für Interessierte öffentlich aufgelegt wird.

Die SKKG strebt mit dem Areal gemäss Mitteilung die Vision «Produktive Natur» an, die auch Raum für mässig störendes Gewerbe beinhaltet. Wie dies für die Hallen, das Schloss, die Umgebung und die Parzellen östlich der Kantonsstrasse konkret umgesetzt werden könnte, soll nach Rechtskraft der Teilrevision BNO partizipativ mit Fachplanern, Interessenvertretern und der Bevölkerung erarbeitet werden. (pb/mgt/sda)

Beteiligte Unternehmen

Folgende Unternehmen werden beim Bau der Erschliessung Süd beteiligt sein:

  • Bauherrin: Belplan Immobilien AG, Winterthur
  • Bauherrenvertreterin: Terresta Immobilien- und Verwaltungs AG, Winterthur
  • Generalplaner: Weibel Baumanagement AG, Aarau
  • Raum- und Verkehrsplanung: Scheidegger und Partner AG, Baden
  • Architektur: Della Giaccoma und Krummenacher Architekten AG, Kappel b. Olten
  • Landschaftsarchitektur: Grünwerk1 Landschaftsarchitekten AG, Olten


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