11:05 BAUPROJEKTE

Multifunktionshalle Bern: Siegerprojekt bekannt

Teaserbild-Quelle: Bernexpo AG

Die Bernexpo Groupe will die heutige Festhalle auf dem Messegelände durch eine Multifunktionshalle ersetzen mit angeschlossenem Kongresszentrum ersetzen, die «BEmotion Base». Aus einem Architekturwettbewerb ging das Projekt des Berner Planungsteams Matti Ragaz Hitz AG und IAAG Architekten AG als Sieger hervor.

Das siegreiche Planungsteam will die Halle 4 durch zwei Baukörper ersetzen, wobei der eine als Kongresszentrum und der andere als die angestrebte Multifunktionshalle fungiert. Wie es in einer Mitteilung der Bernexpo Groupe heisst, sind die beiden Volumen zwar gleich hoch, weisen aber eine unterschiedliche Fläche auf und orientieren sich konsequent an der Geometrie der Papiermühlestrasse. Zwischen den beiden Gebäuden wird ein zentrales, verglastes Foyer eingerichtet. Dieses soll laut Communiqué «den auf dem gegenüberliegenden Areal des Verwaltungszentrums vorgezeichneten Durchgang räumlich fortsetzen». Der Neubau wird ausserdem auf allen Seiten von filigranen Lauben umschlossen. Des Weiteren ist im Bereich Guisanplatz und Papiermühlestrasse ein gedeckter Vorplatz vorgesehen.

«Stimmungsvolle Architektur» und «hohe Flexibilität»

Das Projekt stammt aus der Feder des Berner Planungsteams um die beiden Architekturbüros Matti Ragaz Hitz AG und IAAG Architekten AG. Aus 19 Vorschlägen wurde deren Entwurf als Sieger bei einem Architekturwettbewerb gekürt. Die Jury überzeugten vor allem die Trennung der beiden Hauptgebäude sowie die «stimmige Inszenierung» des verbindenden Foyers. «Das Projekt liefert eine glaubwürdige Gesamtlösung hinsichtlich der komplexen betrieblichen Anforderungen und des anspruchsvollen städtebaulichen und aussenräumlichen Umfelds. Ausserdem verspricht es eine überzeugende, stimmungsvolle Architektur», wird Daniel Kramer, Verwaltungsrat der federführenden Messepark AG, in der Mitteilung zitiert. Franziska von Weissenfluh, Vorsitzende des Preisgerichts und Verwaltungsratspräsidentin der Bernexpo Groupe: «Es gelingt den Planenden auf überraschend einfache Weise, eine ausserordentlich hohe Flexibilität zu schaffen.»

Baubeginn 2020 geplant

Das siegreiche Projekt wird nun weiterbearbeitet. Wie die Bernexpo Groupe schreibt, soll bis im Mai 2018 unter Federführung des Stadtplanungsamts eine Planungsvorlage beziehungsweise eine Überbauungsordnung erarbeitet werden. Ausserdem startet parallel das Planerlassverfahren. Mit einer städtischen Volksabstimmung wird im November 2019 gerechnet. Um das Baugesuch ebenfalls 2019 noch einreichen zu können, wird parallel dazu das Bauprojekt ausgearbeitet. Der Baubeginn soll im Jahr 2020 sein, die Fertigstellung frühestens im Frühling 2022. (mt/pd)

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Suter Zotti Schadstoffsanierung AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Baublatt Analyse

analyse

Neue Quartalsanalyse der Schweizer Baubranche

Die schweizweite Bauaktivität auf den Punkt zusammengefasst und visuell prägnant aufbereitet. Erfahren Sie anhand der Entwicklung der Baugesuche nach Region und Gebäudekategorie, wo vermehrt mit Aufträgen zu rechnen ist.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.