Grünes Licht für Verkehrssanierung Burgdorf-Oberburg-Hasle
Der Verkehrssanierung im Raum Burgdorf, Oberburg, Hasle steht nichts mehr im Weg. Die beiden Beschwerdeführer ziehen ihre Beschwerden beim kantonalen Verwaltungsgericht zurück.
Quelle: zvg
Visualisierung: Die Bahnübergänge in der Buchmatt und beim Spital in Burgdorf sollen durch Unterführungen ersetzt werden.
Das gab der Berner Regierungspräsident Christoph Neuhaus (SVP) am Freitag vor den Medien bekannt. Über den Inhalt der Vereinbarungen mit den Beschwerdeführern wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Rückzug wird der mit der Verkehrssanierung Burgdorf – Oberburg – Hasle «Emmentalwärts» verbundene Strassenplan vom 10. Januar 2022 in Kürze rechtskräftig. «Es freut mich ausserordentlich, dass das Projekt nun nach verschiedenen Verzögerungen realisiert werden kann», sagte Neuhaus.
Die Ortschaften Burgdorf, Oberburg und Hasle leiden seit langem unter einem massiven Verkehrsaufkommen von täglich bis zu 20'000 Fahrzeugen. Die Folgen: Verspätungen für Buslinien, Sicherheitsdefizite beim Fuss- und Veloverkehr sowie eine eingeschränkte Lebensqualität entlang der Strasse. Gemäss Verkehrsprognosen wird sich die Situation ohne Gegenmassnahmen künftig noch verschärfen.
19 Massnahmen gegen Stau
Im Raum Burgdorf, Oberburg und Hasle sind insgesamt 19 aufeinander abgestimmte Massnahmen geplant, um die Ortschaften vom Verkehr zu entlasten. Zentral sind dabei Umfahrungen für Oberburg und Hasle. Vorgesehen sind zudem Dosierstellen und zwei neue Bahnunterführungen in Burgdorf, um den Verkehr zu verflüssigen. Die Berner Stimmberechtigten hiessen den Baukredit von 314 Millionen Franken im März 2023 gut.
Nach dem Rückzug der Beschwerden beginnen nun die Detailprojektierungen und Bauvorbereitungen. Da das Projekt durch die Verzögerungen neu aufgestartet werden muss – inklusive Prüfung neuer gesetzlicher Vorgaben, Ausschreibungen und Landerwerbe –, dauern diese Arbeiten voraussichtlich drei bis vier Jahre. Der definitive Baustart ist damit für rund 2029 geplant, die Bauarbeiten dauern rund zehn Jahre.
Der Bund beteiligt sich mit 92,2 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm an den Verkehrsmassnahmen in Burgdorf und Oberburg. Mit dem Agglomerationsprogramm der 5. Generation wurde zudem Hasle neu aufgenommen. Die Kosten für den Abschnitt Hasle von rund 84 Millionen Franken wurden zur Mitfinanzierung beim Bund angemeldet, was einen höheren Bundesbeitrag ermöglichen könnte. (sda/mgt/pb)