Empa-Neubau: Thun will 16 Millionen vorschiessen
In Thun Nord plant die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa ein neues Betriebsgebäude. Die Stadt will der Institution hierfür 16 Millionen Franken vorschiessen.
Quelle: Visualisierung: Raumgleiter
Das geplante Empa-Betriebsgebäude in Thun Nord: Die Stadt will die Realisierung mit einem Darlehen unterstützen.
Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa hat seit 1994 einen Sitz in Thun und will diesen nun um ein neues Betriebsgebäude erweitern. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2027 geplant, die Fertigstellung für Ende 2029. Nachdem Einsprachen das Projekt verzögert hatten, liegt nun die Baubewilligung für das betroffene Baufeld in Thun Nord vor.
Der Entwicklungsschwerpunkt Thun Nord gilt als bedeutendster Wirtschaftsstandort im Berner Oberland. Insgesamt 6500 Arbeitsplätze sollen laut Angaben der Stadt in diesem Gebiet entstehen. Historisch ist es durch das Militär und die Rüstungsindustrie geprägt, nun soll es etappenweise zu einem neuen Stadtteil werden.
Quelle: Stadt Thun
Im Entwicklungsgebiet Thun Nord sollen bis zu 6500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Darlehen und Bürgschaft
Zur Unterstützung des Projekts will die Stadt Thun nun der Empa ein grundpfandgesichertes, zinsloses Darlehen von 16 Millionen Franken gewähren und für ein weiteres Darlehen des Kantons Bern über zehn Millionen Franken bürgen, Die Empa selbst investiert 16 Millionen Franken in Labore und Technik, weitere fünf Millionen Franken steuert die Entwicklungspartnerin Halter AG bei.
Thun hat gemäss Stadtpräsident Raphael Lanz ein grosses Interesse an der Realisierung des Neubaus, da die Empa hochqualifizierte Arbeitsplätze sichert und regionale Wertschöpfung generiert. Das Stadtparlament entscheidet Ende April über das Darlehen. (SDA/bk)