14:08 BAUPROJEKTE

Diese Projekte beschäftigen den Kanton Zug 2021

Teaserbild-Quelle: zvg

In Unterägeri kann nach jahrelangem Stillstand das Herzstück des Projekt «Am Baumgarten» realisiert werden. In Menzingen wurde derweil die Sanierung der Justizvollzugsanstalt Bostadel genehmigt und in Steinhausen soll ein Ersatzneubau für Asylsuchende entstehen. 

Visualisierung Projekt Am Baumgarten in Unterägeri

Quelle: zvg

Visualisierung des Projekts «Am Baumgarten» in Unterägeri.

Projekt «Am Baumgarten» in Unterägeri kann gebaut werden

Unterägeri – Nach jahrelangem Stillstand geht es endlich weiter: Im Februar vermeldeten der Gemeinderat von Unterägeri, die Stiftung St. Anna sowie die Bonainvest AG als Investorin und Bauherrin, dass die gegen die Baubewilligung eingereichte Beschwerde vom Zuger Verwaltungsgericht abgewiesen wurde. Bonainvest ist eine Immobilienanlagegesellschaft, an der unter anderem Pensionskassen von Migros und Coop beteiligt sind. Bereits 2020 wurden die ersten zwei Etappen des Projekts mit drei Neubauten für generationendurchmischtes Wohnen und der Renovierung der drei Bestandsbauten mit 31 Alterswohnungen abgeschlossen. 

Nun kann auch das Herzstück des Projekts «Am Baumgarten» gebaut werden. Es umfasst 44 Altersresidenzwohnungen für betreutes Wohnen. Im Erdgeschoss des langgestreckten Baukörpers befinden sich Coffee Lounge, Erlebnisküche, Bibliothek, Gemeinschaftsräume und Kinderwelt sowie ein verkehrsfreier, öffentlicher Platz. Im Untergeschoss ist eine Einstellhalle mit 85 Parkplätzen vorgesehen. Die Überbauung wird in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Röck Baggenstos Architekten AG aus Baar realisiert. Alle Gebäude sind Minergie-zertifiziert. Das Bauvorhaben soll bis Winter 2023 / 2024 fertiggestellt sein. 

www.unteraegeri.ch

Weitere Bauprojekte im Bezirk Zug


Modell Umbau Justizvollzugsanstalt Bostadel

Quelle: PD

Modell des Umbaus der Justizvollzugsanstalt Bostadel in Menzingen.

Sanierung der Justizvollzugsanstalt  Bostadel genehmigt

Menzingen – Die Justizvollzugsanstalt Bostadel ist seit 44 Jahren in Betrieb. Im Januar hat das Zuger Parlament einen Kredit von 1,34 Millionen Franken für die Ausschreibung und Planung der Sanierungs- und Umbau-arbeiten genehmigt, den die Regierung beantragt hatte. Weitere 75 Prozent der Gesamtplanungskosten von 5,35 Millionen Franken entfallen auf den Kanton Basel-Stadt, denn die JVA Bostadel wird von den Kantonen Basel-Stadt und Zug gemeinsam für den geschlossenen Vollzug mit aktuell 120 Haftplätzen betrieben. Nun folgt ein Architekturwettbewerb. Die geplanten Massnahmen umfassen bauliche, energetische und betriebliche Aspekte. 

Um den Betrieb der Haftanstalt während der Baumassnahmen aufrechtzuerhalten, wird ein Erweiterungsbau innerhalb der Gefängnismauern erstellt, der nach der Gesamtinstandsetzung des Hauptgebäudes als Spezialabteilung genutzt werden soll. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzte 66,6 Millionen Franken. Die Nettokosten von 50,35 Millionen Franken übernehmen gemäss Staatsvertrag zu drei Vierteln der Kanton Basel-Stadt sowie zu einem Drittel der Kanton Zug. Bei der etappenweisen Umsetzung des Bauvorhabens wird zunächst der Erweiterungsbau von 2026 bis 2028 realisiert, im Anschluss die Gesamtinstandsetzung des Hauptgebäudes bis 2031 umgesetzt.

www.zg.ch

Weitere Bauprojekte im Bezirk Zug


Visualisierung Ersatzneubau für Asylsuchende in Steinhausen

Quelle: zvg

Visualisierung des Ersatzneubaus für Asylsuchende in Steinhausen.

Ein Ersatzneubau für Asylsuchende in Steinhausen

Steinhausen – Die Durchgangsstation in Steinhausen dient den dem Kanton Zug zugeteilten Flüchtlingen als Erstunterkunft. Bis zu zwölf Monate halten sich die Männer, Frauen und Kinder in der Einrichtung auf. Deshalb ist eine moderne, zeitgerechte Unterbringung erforderlich. Die bestehende Anlage entspricht diesen Anforderungen nicht und muss ersetzt werden. Im September 2019 sprach der Zuger Kantonsrat einen Objektkredit von 1,78 Millionen Franken für die Planung. Beim Projektwettbewerb im offenen Verfahren wurden 32 Vorschläge eingereicht. Das Projekt «Kägi & Fret» der Zuger Arbeitsgemeinschaft Kollektiv Juma Architekten GmbH, Hünenberg, und Studio W, Zug, ging daraus als Sieger hervor. 

Der Entwurf überzeugte durch Funktionalität, Flexibilität, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit. Zwei Gebäude sind geplant. Das viergeschossige Wohnhaus ist als längliches, rechteckiges Volumen mit vorgelagertem Laubengang organisiert. Im Erdgeschoss befinden sich Räume für Personal und Polizei sowie die Auf-enthaltsbereiche mit Gemeinschaftsküche. In den drei Obergeschossen sind Wohnungen untergebracht. Der zweigeschossige, vorgelagerte Pavillon dient als Tagesstruktur. Die Baubewilligung wird für das ersten Quartal 2022 erwartet, 2022 soll auch der Objektkredit über 15,3 Millionen Franken gesprochen werden. Mit dem Bau könnte so im zweiten Halbjahr 2023 begonnen werden. Die neuen Gebäude sollen in vier Jahren bezugsbereit sein.

www.zg.ch

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