Bund stoppt Geothermie-Projekt in Magglingen
Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat das Tiefengeothermieprojekt im nationalen Sportzentrum Magglingen aufgegeben. Gründe sind wirtschaftliche Faktoren und hohe Projektrisiken.
Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Ziebold, Richard / AIC_02-0Y-322071-002 / CC BY-SA 4.0
Das nationale Sportzentrum Magglingen kann nicht mit Wärme aus einer tiefen Geothermiebohrung versorgt werden.
Das nationale Sportzentrum Magglingen wird aktuell mit Erdgas versorgt. 2018 erschloss der Bund das Gebiet mit einem Fernwärmenetz. Als Wärmequelle hierfür hatte er die Nutzung tiefer Geothermie vorgesehen.
Dieses Projekt hat das zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) nun aufgegeben, und nennt wirtschaftliche Faktoren und hohe Projektrisiken als Gründe. Der Aufbau des Untergrunds bei Magglingen erwies sich bei Probebohrungen als äusserst komplex. Das würde bei Tiefbohrungen deutlich höhere Kosten verursachen als prognostiziert, weshalb das Amt die Wirtschaftlichkeit der geplanten Geothermie-Anlage über den gesamten Lebenszyklus neu beurteilen musste.
An einer vollständigen Dekarbonisierung des Areals in Magglingen hält der Bund festhalten: Das BBL will für die Wärmeversorgung des Sportzentrums nun Optionen mit mehreren Energieträgern prüfen, wovon die Geothermie eine bleibt: Die näher an der Erdoberfläche erwarteten Energiequellen können wesentlich günstiger erschlossen und in Kombination mit einer Wärmepumpe potenziell genutzt werden. (SDA/bk)