Baubewilligung für Sanierunt und Erweiterung von Bürgerheim Appenzell erteilt
Die Innerrhoder Baukommission Inneres Land hat die Baubewilligung für die geplante Sanierung und Erweiterung des Bürgerheims Appenzell erteilt. Die einzige Einsprache gegen das Bauvorhaben wurde abgewiesen.
Quelle: cukrowicz nachbaurarchitekten
Visualisierung: Die geplante Erweiterung soll hinter dem bestehenden Bürgerheim entstehen.
Die Baukommission habe sämtliche Einwände des Einsprechers abgewiesen und damit den Weg für die nächsten Projektschritte geebnet, heisst es in einer Mitteilung des Innerrhoder Bau- und Umweltdepartements von Freitag. Gegen den Entscheid kann innert zehn Tagen seit Zustellung bei der Standeskommission Rekurs erhoben werden.
Das Bürgerheim wurde ursprünglich 1903 als Zuhause für Appenzells armengenössige Bürger eröffnet. Ein Umbau im Jahr 1989 verlieh dem Haus, das sich auf einem Hügel oberhalb des Dorfes Appenzell befindet, sein heutiges Aussehen. Seither bietet es 49 älteren und pflegebedürftigen Bewohnern ein Zuhause.
Ein Grossteil der Zimmer entspricht aber weder in der Grösse noch in der Ausstattung den heutigen Anforderungen. Das Bürgerheim soll deshalb umfassend saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt werden. Ziel sind eine moderne, funktionale und bedarfsgerechte Infrastruktur für die Pflege und die Bewohner und zusätzliche Pflegeplätze.
Hohe Priorität für Kanton
Ohne die zusätzlichen Kapazitäten steige das Risiko, dass in den kommenden Jahren Innerrhoderinnen und Innerrhoder häufiger auf ausserkantonale Pflegeplätze angewiesen seien, heisst es weiter. Die Sanierung und Erweiterung des Bürgerheims habe für den Kanton eine hohe Priorität, so Bauherr Hans Dörig in der Mitteilung.
Für die Realisierung steht ein teuerungsbereinigter Kredit von 40,2 Millionen Franken zur Verfügung. Sobald die Baubewilligung rechtskräftig ist, folgen die nächsten Umsetzungsschritte. Der Kanton wird über den weiteren Projektverlauf informieren. (mgt/pb)