Neubau des RBS-Depots in Bätterkinden BE verzögert sich
Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) kann den Depotneubau und Bahnhofsumbau in Bätterkinden erst in rund einem Jahr in Angriff nehmen. Grund dafür ist eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Wegen dessen hoher Auslastung verzögert sich das Verfahren.
Quelle: zvg, RBS
Visualisierung der neuen Gesamtanlage: Der Bahnhof Bätterkinden mit neuem Bahnhofsplatz und zwei vollwertigen Perrons. Die Depotzufahrt mit Lärmschutzwand und einer Unterführung für den Langsamverkehr. Im hinteren Bereich gibt es einen Lärmschutzwall mit Bäumen.
Die Züge des RBS sind zu Stosszeiten überfüllt. Das Unternehmen strebt deshalb einen Ausbau seines Angebots an: Die RE-Züge sollen von 120 auf 180 Meter verlängert werden. Dafür muss in Bätterkinden ein neues Depotgebäude mit Aussenabstellanlage erstellt und der Bahnhof umgebaut werden.
Das Bundesamt für Verkehr genehmigte den Depotneubau und Bahnhofsumbau im Mai 2025. Dagegen erhob jedoch eine Privatpartei Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Über die Nebenanlagen mit Bushaltestelle sowie Park-&-Ride- und Bike-&-Ride-Anlagen entscheidet in einem separaten Verfahren das Regierungsstatthalteramt Emmental.
Mehrkosten in Millionenhöhe
Weil das Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht stocke, verzögert sich der Baustart bis mindestens Herbst 2027, wie der RBS in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Verzögerung verursache bereits heute Mehrkosten in Millionenhöhe. Sollte das Verfahren noch ans Bundesgericht weitergezogen werden, könnte sich der Baustart um weitere Jahre nach hinten verschieben und weitere Kosten in ähnlicher Grösse auslösen.
Der RBS befürchtet nach eigenen Angaben, dass ohne die zusätzlichen Depotkapazitäten bereits getätigte Investitionen in Infrastruktur und Rollmaterial ihren vorgesehenen Nutzen «nur eingeschränkt entfalten» können. Betroffen wären insbesondere der neue RBS-Tiefbahnhof in Bern und bereits bestellte Fahrzeuge. (sda/mgt/pb)