10:08 BAUPROJEKTE

Bildungszentrum Langenthal wird saniert und ausgebaut

Teaserbild-Quelle: Burckhardt+Partner AG

Der Kanton Bern will das Hauptgebäude der Berufsfachschule Langenthal sanieren und einen Erweiterungstrakt bauen. Auch ein zentraler Mensa-Neubau ist geplant. Künftig sollen alle Lernenden der Berufsfachschule am Hauptstandort unterrichtet werden.

Erweiterung und Sanierung Bildungszentrum Langenthal

Quelle: Burckhardt+Partner AG

Erweiterung und Sanierung Bildungszentrum Langenthal. Areal «Weststrasse», mit Berufsschule und Gymnasium.

Das Bildungszentrum Langenthal (bzl) an der Weststrasse setzt sich aus dem Gymnasium Oberaargau (Gymo) mit integrierter Fachmittelschule und der Berufsfachschule bfsl zusammen, welche auch die kaufmännische Berufsschule umfasst. Viele der teils über 40 Jahre alten Gebäude seien in einem schlechten Zustand und müssen saniert werden, wie die Bau- und Verkehrsdirektion Bern am Donnerstag mitteilte. Auch zwei Neubauten sollen realisiert werden und damit mehr Platz schaffen.

Erweiterungsbau und Mensa-Neubau

Konkret soll das bestehende Hauptgebäude der Berufsfachschule mit einem Anbau in derselben Gebäudehöhe erweitert werden. Zudem soll auf dem weiträumigen Vorplatz eine neue Mensa für beide Schulen entstehen. Die beiden bestehenden Mensen von Berufsfachschule und Gymnasium werden zu Unterrichteräumen umfunktioniert.

Dadurch erhalte das Bildungszentrum Langenthal knapp 800 Quadratmeter an gemeinsam nutzbaren Unterrichtsräumen. Mit der neuen Mensa sollen die Lernenden beider Schulen einen attraktiven Treffpunkt erhalten und das Zentrum als schulübergreifender Lernort gestärkt werden. Für die Realisierung des Mensa-Neubaus wird das heutige Gebäude an der Weststrasse 22 abgerissen.

Gesamtsanierung ab 2025

Die Realisierung der Vorhaben sowie die Gesamtsanierung der Berufsfachschule und des Gymnasiums sind ab 2025 geplant. Bei Letzterem wird unter anderem die Gebäudetechnik modernisiert, das Tragwerk verstärkt und das Innere der Gebäude behindertengerecht angepasst. Der Schulbetrieb laufe während der Bauphase an beiden Schulen weiter.

Am Gebäude der Kaufmännischen Berufsschule, das nicht dem Kanton gehört, gibt es gemäss Mitteilung keine Instandhaltungen oder baulichen Veränderungen. Das sanierte und erweiterte Bildungszentrum Langenthal werde künftig mit Wärme aus einer Holzschnitzelheizung der IB Langenthal AG beheizt.

Für beide Neubauten wird gemäss Mitteilung 2021 ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Parallel dazu treibe die Stadt Langenthal die Arbeiten an der Nutzungsplanung des Geländes voran.

Berufsfachschule nur noch an einem Standort

Gegenwärtig unterhält die Berufsfachschule zwei Standorte: Einen an der Weststrasse im Quartier «Hard» sowie einen im drei Kilometer entfernten «Waldhof», in geteilten Räumen mit dem Inforama. Zwei Standorte seien aus betrieblichen Gründen wenig sinnvoll. Der Koordinationsaufwand sei hoch, der pädagogische Austausch schwierig.

Hinzu kommt, dass die Räumlichkeiten im Waldhof nicht erweitert werden können. Die dortigen Lernenden sollen deshalb künftig an der Weststrasse unterrichtet werden. Für die freiwerdenden Räume im Inforama werde eine Nachfolgenutzung gesucht.

Kein zusätzlicher Autoverkehr

Das Bildungszentrum Langenthal wird durch die Zusammenlegung der Standorte künftig knapp einen Drittel mehr Lernende zählen. Gemäss Studien sei dadurch aber nicht mit wahrnehmbarem zusätzlichem Autoverkehr zu rechnen. Der Kanton baut aus diesem Grund keine zusätzlichen Parkplätze und setzt auf die Nutzung von ÖV, Velo und Fussverkehr.

Die Stadt Langenthal hat für das gesamte Quartier «Hard» ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Darin vorgesehen sind eine Verkehrsberuhigung auf der Weststrasse sowie eine bessere Erreichbarkeit mit ÖV, Fuss- und Veloverkehr. (mgt/pb)

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