17:08 BAUPROJEKTE

A9 durch Pfynwald verläuft zu 75 Prozent unterirdisch

Teaserbild-Quelle: Bild zvg

Das Autobahnteilstück der A9 durch den Pfynwald kommt 20 Jahre nach der ersten öffentlichen Auflage in einer überarbeiteten Form in die Genehmigungsphase. 75 Prozent des 8,5 Kilometer langen Abschnitts sollen nun unterirdisch verlaufen, wie der Kanton Wallis mitteilte.

Das Gesamtprojekt. (Bild zvg)

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Das Gesamtprojekt.

Das Ausführungsprojekt der Teilstrecke der A9 wird ab morgen Freitag für 30 Tage bei den betroffenen Gemeinden Siders, Salgesch, Varen, Leuk, Agarn und Turtmann-Unterems öffentlich aufliegen. Das Teilstück erstreckt sich von der Autobahnausfahrt im Osten von Siders bis Susten.

Die 8,5 Kilometer der Autobahn durch den Pfynwald verlaufen bis zu 75 Prozent unterirdisch in gedeckten Einschnitten oder in Tunnels, wie der Kanton Wallis mitteilt. Dies soll zu einer hohen Umwelt- und Lebensqualität im mehrfach geschützten Pfyngebiet beitragen. Der Kostenvoranschlag des Ausführungsprojekts beträgt 1,2 Milliarden Franken.

Langes Hin und Her

Die Teilstrecke war bereits vor 20 Jahren öffentlich aufgelegt und 2001 in Teilbereichen bewilligt worden. Zahlreiche technische Projektänderungen während der Ausarbeitung des Detailprojekts sowie erhöhte und neue Sicherheitsanforderungen nach den Tunnelbränden im Mont-Blanc zwischen Frankreich und Italien und im Tauerntunnel in Österreich hatten das Bundesamt für Strassen (Astra) aber veranlasst, das gesamte Projekt neu aufzuarbeiten.

Das überarbeitete generelle Projekt wurde 2014 vom Bundesrat genehmigt. Anschliessend wurde das heutige Ausführungsprojekt vom Amt für Nationalstrassenbau gemeinsam mit den eidgenössischen und kantonalen Dienststellen ausgearbeitet.

Arbeiten in Gampel-Steg wiederaufgenommen

Praktisch zeitgleich mit dieser öffentlichen Plangenehmigungsauflage werden auch die Vortriebsarbeiten am Tunnel Riedberg bei Gampel-Steg nach den Baumeisterferien in diesen Tagen wieder aufgenommen, wie der Kanton Wallis weiter mitteilt. Diese Arbeiten mussten im Juli 2005 wegen unerwarteter Deformationen kurzfristig eingestellt werden. Das Tunnelprojekt wurde in der Folge überarbeitet und neu ausgeschrieben. Die Kosten belaufen sich auf rund 140 Millionen Franken. Nach Angaben des Kantons Wallis befinden sich somit alle Teilstrecken der A9 in der Bau- oder Genehmigungsphase. (sda)

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