3D-Modell für neue Maggia-Brücke
Ende Juni 2024 wurde das Maggiatal von einem verheerenden Unwetter heimgesucht: Mindestens sieben Menschen starben, und es gab immense Schäden. Unter anderem wurde bei Visletto die Brücke über den Fluss zerstört. Beim Wiederaufbau soll nun ein 3D-Modell helfen.
Quelle: Arkelin, eigenes Werk, CC BY 4.0
Das Unwetter im Maggiatal vom Juni 2024 verursachte massive Schäden; unter anderem zerstörte es die Brücke bei Visletto.
Sieben Menschen kamen ums Leben, als in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2024 ein heftiges Unwetter das Maggiatal im Kanton Tessin heimsuchte. Es verwandelte die Maggia in einen reissenden Fluss, der überall Zerstörung anrichtete. Mehrere Seitentäler waren danach auf dem Landweg vorübergehend nicht mehr erreichbar. Unter anderem wurde auch die Brücke über die Maggia bei Visletto zerstört, die nun wieder aufgebaut werden soll. Aktuell steht an dieser Stelle ein provisorisches Bauwerk der Armee.
Doch wurde das Flussbett der Maggia in diesem Abschnitt seit dem Hochwasser «erheblich umgelagert», weshalb der Untergrund eine stark unregelmässige Struktur aufweist und instabil ist. Dies erklärt der Vorsteher des Tessiner Amts für Wasserläufe, Laurent Filippini, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Quelle: Arkelin, eigenes Werk, CC BY 4.0
Seit dem Unwetter führt nur diese provisorische, von der Armee errichtete Brücke, über die Maggia.
Unterspülung verhindern
Deshalb muss der Untergrund deshalb stabilisiert werden, um das Risiko einer Unterspülung der Brückenfundamente zu verhindern und die flussaufwärts gelegene Abschnitte für künftige extreme Wetterereignisse zu sichern. Ein 3D-Modell soll bei dieser Stabilisierung helfen.
Mit Hilfe dieses physischen Modelles soll die Umgestaltung des Flussbetts im Bereich der neuen Brücke definiert und optimiert werden. Zugleich stellt es sicher, dass bei allen Eingriffen im Flussbett die ökologischen Anforderungen an die Auenlandschaft von nationaler Bedeutung respektiert werden. Ein Wasserbau-Ingenieurbüro hat das Modell, das den Abschnitt von Cevio bis zur Mündung der Rovana im Massstab 1:40 darstellt, im Auftrag der Tessiner Regierung erstellt.
Die Arbeiten an der neuen Brücke begannen im Juni 2025. Sie soll gemäss Plan im November dieses Jahres fertiggestellt sein und 8,5 Millionen Franken kosten. (SDA/bk)