AKW-Neubauten: Petition gegen Lockerung des Verbots
Kürzlich beschloss der Bundesrat, eine Verordnung zum beschleunigten Bau grosser Anlagen für erneuerbare Energien per April 2026 in Kraft zu setzen. Doch gegen eine geplante Lockerung des AKW-Neubauverbots wurde bereits eine Petition eingereicht.
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AKW Leibstadt: Der Bundesrat will den Bau neuer solcher Kraftwerke wieder ermöglichen.
Grosse Anlagen für erneuerbare Energien sollen rascher und einfacher realisiert werden können. Eine entsprechende Verordnung hat der Bundesrat per 1. April 2026 in Kraft gesetzt.
Gleichzeitig berät der Ständerat einen indirekten Gegenvorschlags des Bundesrates zur Pro-Atom-Initiative «Blackout stoppen»: Dieser würde den Bau neuer Atomkraftwerke (AKW) wieder ermöglichen - genau 15 Jahre nach der verheerenden Atomkatastrophe von Fukushima (Japan).
Quelle: Tokyo Electric Power Co., TEPCO / IAEA, wikimedia, CC BY SA 2.0
Kernkraftwerk Fukushima in Japan: Genau fünfzehn Jahre nach der Katastrophe sollen solche Anlagen wieder erlaubt werden.
Leere Versprechungen
Eine Petition gegen diese Lockerung des AKW-Neubauverbots wurde nun mit rund 23000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei. Greenpeace Schweiz fordert darin die kleine Kammer des Parlaments auf, konsequent auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Umweltorganisation fordert vom Parlament, «nicht auf die leeren Versprechungen der Atomlobby zu hören».
Greenpeace verlangt, dass beide Kammern den Gegenvorschlag ablehnen und stattdessen am in Volksabstimmungen bestätigten Kurs der Energiestrategie 2050 sowie am Stromgesetz festhalten. Ziel müsse eine vollständig erneuerbare Energieversorgung bleiben. (SDA/bk)