Wärmeverbund Riehen BS beantragt Darlehen für Geothermie-Ausbau
Die Basler Regierung und die Gemeinde Riehen beantragen den beiden Parlamenten, dem Wärmeverbund Riehen ein Darlehen von je 7,6 Millionen Franken zu gewähren. Es ist für den Ausbau des Geothermie-Fernwärmenetzes bestimmt.
Quelle: Erdwärmeriehen
In Riehen BS soll dereinst eine zweite Geothermieanlage entstehen.
Das Geld dient der Finanzierung des Netzausbaus des Wärmeverbunds, der Hausanschlüsse sowie des dafür nötigen Ausbaus der Produktionsanlagen. Das Darlehen ist bedingt rückzahlbar und soll der Grundeigentümerschaft wie auch der Wärmeverbund Riehen AG Planungssicherheit geben, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Donnerstag heisst.
Der Wärmeverbund Riehen sieht vor, mit dem Netzausbau von 5,5 Kilometern und dem potenziellen Anschluss von 620 Liegenschaften den jährlichen CO2-Ausstoss des Kantons Basel-Stadt um rund 6875 Tonnen zu reduzieren, heisst es weiter. Die Kantonsverfassung sieht ein Netto-Null-Ziel bis im Jahr 2037 vor.
Auch der Wärmeverbund Riehen soll dazu einen Beitrag leisten und mehr Liegenschaften anschliessen. Zudem müssen 47 Prozent der produzierten Wärme, die nicht aus erneuerbarer Energie stammt, ersetzt werden. Dies soll unter anderem mit dem bereits beschlossenen Erdwärmeprojekt «geo2riehen» erreicht werden.
Zweite Geothermieanlage in Riehen
Mit dem Projekt «geo2riehen» wird die bestehende Geothermieanlage in Riehen erweitert. Im Zuge des Projekts haben die Industriellen Werke Basel (IWB) und der Wärmeverbund Riehen vor vier Jahren das Erdwärmevorkommen erkundet, dabei Messfahrzeuge losgeschickt und sogenannte Geophone rund um Basel deponiert.
Nach der Datenauswertung gab der Wärmeverbund vor zwei Jahren einen möglichen Standort für eine zweite Geothermieanlage im Gebiet Grendelmatten bekannt. Die bestehende Geothermieanlage in Riehen ist seit 1994 in Betrieb. Mit der zweiten Anlage sollen weitere 4000 Personen versorgt werden. (sda/pb/mgt)