Ausbruch des Morschacher Tunnels für neue Axenstrasse gestartet
Mit sechs Metern Vortrieb pro Tag arbeiten sich die Mineure ab sofort durch den Fels bei Ingenbohl. Gestern fiel mit der ersten offiziellen Sprengung der Startschuss für den Ausbruch des 2,89 Kilometer langen Morschacher Tunnels.
Quelle: axen.ch
Am Mittwoch fand die erste offizielle Sprengung zum Start des Vortriebs für den Morschacher Tunnel statt.
Den Start der Arbeiten haben rund 200 Gäste mitverfolgt, wie die Staatskanzlei in einer Mitteilung schrieb. Die Schwyzer Olympiasiegerin im Dreistellungsschiessen, Nina Christen, löste die erste offizielle Sprengung aus – zuvor hatte Pfarrer Martin Kopp die heilige Barbara gesegnet, die Schutzpatronin der Tunnelbauer und Mineure.
Der Morschacher Tunnel ist neben dem 4,44 Kilometer langen Sisikoner Tunnel zwischen Ort und dem Gebiet Gumpisch in Flüelen eines der beiden Kernstücke der neuen Axenstrasse. Auch die Arbeiten am Sisikoner Tunnel, der auf Urner und Schwyzer Boden liegt, sind laut den Projektverantwortlichen auf Kurs.
Mit der Sprengung begannen die eigentlichen Ausbrucharbeiten am 2,89 Kilometer langen Morschacher Tunnel zwischen Ingenbohl und Ort. Beide Tunnel werden im konventionellen Sprengvortrieb ausgebrochen. «Wir rechnen bei beiden Tunneln mit rund sechs Metern Vortrieb pro Tag», so Gesamtprojektleiter Stefan Gielchen. Der Ausbruch wird damit voraussichtlich etwas mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Quelle: axen.ch
Tunnelpatin Nina Christen und der Sprengmeister der ARGE Urnersee Morschach.
Einziger grosser Strassentunnel im Schwyzer Talkessel
Die Axenstrasse ist laut dem Urner Baudirektor Hermann Epp (Mitte) ein «regionaler Lebensnerv» und eine «national relevante Verbindung für die Schweiz». Auch der Schwyzer Baudirektor André Rüegsegger (SVP) zeigte sich erfreut. Der Morschacher Tunnel sei der «einzige grosse Strassentunnel, der im Talkessel Schwyz in den nächsten 20 bis 30 Jahren entstehen dürfte», wurde er in der Mitteilung zitiert.
Der Verkehr soll voraussichtlich ab 2033 über die neue Axenstrasse rollen. Mit der Strasse wollen der Bund, Uri und Schwyz die Nord-Süd-Achse sicherer und zuverlässiger machen und gleichzeitig das Urner Dorf Sisikon vom Durchgangsverkehr entlasten. Die bestehende Axenstrasse soll nach der Eröffnung saniert und insbesondere für den Langsamverkehr und die touristische Nutzung attraktiver gestaltet werden.
Die Gesamtkosten des Projekts betragen teuerungsbereinigt rund 1,2 Milliarden Franken. Den Grossteil davon trägt der Bund. (pb/mgt/sda)
Quelle: axen.ch
Mineure bei der ersten offiziellen Sprengung in Ingenbohl.