11:07 BAUPROJEKTE

Fehmarnbelt-Tunnel: 73'500 Tonnen schweres Tunnelelement vor Absenkung

Teaserbild-Quelle: Sund & Bælt Holding A/S

Das erste von 89 Bauelementen für den Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland ist auf dem Weg zum Absenkort vor der Küste bei Rødbyhavn auf der Insel Lolland. Die milliardenschwere Querung gilt als eines der grössten Bauprojekte Europas.

Schleppung von Tunnelelement für Fehmarnbelt-Tunnel

Quelle: Sund & Bælt Holding A/S

Das erste Bauelement für den Fehmarnbelt-Tunnel ist auf dem Weg zu seinem Absenkort vor der Küste bei Rødbyhavn.

«Damit hat der Absenkvorgang für das erste Element des Fehmarnbelt-Tunnels begonnen», teilte die Planungs-, Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S am Montagabend mit. Das 217 Meter lange und 42 Meter breite Standardelement hatte den Arbeitshafen der Tunnelfabrik um 21 Uhr verlassen.

Das Tunnelstück hat ein Gewicht von 73'500 Tonnen, zusätzlich wurden 4'500 Tonnen Ballastbeton eingebaut, damit es schwer genug ist, um auf den Meeresgrund abzusinken. «Es besteht aus vier Röhren, in denen künftig die Autobahn und die Eisenbahn untergebracht sein werden», hiess es. Ausserdem gebe es eine schmale Serviceröhre für technische Installationen zwischen den beiden Autobahnröhren.

Spielraum von wenigen Millimetern

Das Tunnelelement wird mithilfe von fünf Schleppern und dem Spezialschiff «IVY» transportiert, das eigens dafür gebaut wurde, die Tunnelelemente auf dem Meeresboden abzusenken. Das Schiff besteht aus zwei Pontons, die je mit einem Ende des Tunnelelements verbunden sind und ihm zusätzlichen Auftrieb geben. Der Tunnelgraben zwischen Rødbyhavn und Puttgarden ist bereits fertig ausgehoben.

Schleppung von Tunnelelement für Fehmarnbelt-Tunnel

Quelle: Sund & Bælt Holding A/S

Im 73'500 Tonnen schweren Tunnelstück wurden zusätzlich 4'500 Tonnen Ballastbeton eingebaut, damit es schwer genug ist, um auf den Meeresgrund abzusinken.

Vor dem Absenken wurde zudem eine ebene Schotterschicht eingebracht, die sicherstellt, dass das Element in der richtigen Position liegt. «Wir müssen ein Element absenken, das so lang wie zwei Fussballfelder ist, und haben dabei lediglich einen Spielraum von wenigen Millimetern», sagte Lasse Vester, stellvertretender Vertragsdirektor bei Sund & Bælt. Transport und Absenkvorgang dauern voraussichtlich mehrere Tage.

18 Kilometer langer Tunnel

Im September hatte die dänische Projektgesellschaft mitgeteilt, dass sich die Eröffnung des Milliardenprojekts verzögern werde. Die Fertigstellung des Spezialschiffs «Ivy» zum Absenken von Tunnelelementen habe sich so stark verzögert, dass es schwierig sein werde, das Ziel einer Eröffnung im Jahr 2029 zu erreichen, hiess es damals.

Den Planungen zufolge sollte der Fehmarnbelt-Tunnel eigentlich ab 2029 die deutsche Ostsee-Insel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Durch die Verbindung soll sich die Fahrtzeit zwischen den Grossräumen Hamburg und Kopenhagen deutlich verkürzen. Bislang verkehren Fährschiffe zwischen Fehmarn und Lolland. (sda dpa / pb)

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