Verner Panton im Vitra Design Museum: Räume neu gedacht
Zum 100. Geburtstag von Verner Panton (1926–1998) widmet das Vitra Design Museum dem dänischen Designer und Architekten die Retrospektive «Verner Panton. Form, Farbe, Raum». Bis zum 9. Mai 2027 sind dort bekannte Möbel, Leuchten und Textilien, aber auch eine Rekonstruktion der Fantasy Landscape von 1970 und unbekanntere Beiträge entdecken – insbesondere aus dem Bereich Architektur.
Quelle: Verner Panton Design AG
Pantons Wettbewerbsentwurf für das Centre Pompidou in Paris, 1971.
Das Centre Pompidou ist nicht wegzudenken aus Paris. Die Sehenswürdigkeit lockt Interessierte aus der ganzen Welt – wegen der Kunst und wegen der Architektur. Letztere hätte indessen ganz anders aussehen können, wären die Entwürfe von Verner Panton 1971 für das renommierte Museum auch tatsächlich angekommen in der französischen Hauptstadt. Ein Streik der französischen Post verhinderte aber genau das: Die eingereichten Projekte diverser am Architekturwettbewerb teilnehmender Büros, darunter auch jenes von Verner Panton, verschwanden spurlos. Deshalb konnten sie nicht von der Wettbewerbsjury begutachtet werden…
Die Architektur war der Startpunkt von Verner Pantons Karriere. Diese begann mit einem Architekturstudium an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Danach sammelte er von 1950 bis 1952 erste Berufserfahrungen im Büro des bekannten Architekten Arne Jacobsen, doch schon bald entwickelte Panton radikal neue Raumkonzepte, in denen Farbe, Textilien und Licht eine tragende Rolle spielten.
Nach seiner Zeit in Jacobsens Büro reiste der junge Panton zwischen 1952 und 1955 quer durch Europa – in einem zum Zeichenbüro umgebauten VW-Bus. Eine Reise, bei der er viele Hersteller und Händler kennenlernte und so ein Netzwerk aufbaute. Die Gründung eines eigenen Studios erfolgte nach der Rückkehr nach Dänemark.
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