Ersatzneubau für Sammelstelle des Bundes für radioaktive Abfälle
Die Sammelstelle des Bundes für radioaktive Abfälle auf dem Gelände des Paul-Scherrer-Instituts in Villigen AG ist in die Jahre gekommen und muss ersetzt werden. Dafür ist auf dem PSI-Gelände ein neues Gebäude geplant. Es soll 2033 in Betrieb gehen.
Quelle: Itten+Brechbühl AG
Visualisierung des neuen Abfallbehandlungszentrums auf dem Gelände des Paul Scherrer Instituts PSI.
Radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung (MIF) – oder vielmehr alle ablieferungspflichtigen Abfälle, die nicht bei der Nutzung von Kernenergie entstanden sind – müssen gemäss Strahlenschutzverordnung in der Sammelstelle des Bundes entsorgt werden. Sie befindet sich auf dem Areal des Paul Scherrer Instituts (PSI) und wird auch von diesem betrieben. Weil die bestehende Infrastruktur und die dazugehörige Technik nach bald 60 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer mittelfristig erreichen, müssen sie ersetzt werden.
Damit der Neubau realisiert werden kann, bedarf es einiger Abklärungen: Dazu hat das PSI ab Anfang 2023 die Abfallströme analysiert und daraus die Anforderungen und Rahmenbedingungen für den Neubau abgeleitet. Weiter wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Wie das PSI in seiner Medienmitteilung schreibt, hat sie gezeigt, dass die Entsorgung am Standort der alten Anlage notwendig und möglich ist.
Mit Inbetriebnahme der Sammelstelle wird 2033 gerechnet
Inzwischen sind die Unterlagen für das Rahmenbewilligungsverfahren für das Projekt erstellt worden, es wurde letzten März beim Bundesamt für Energie eingeleitet. Aktuell befindet sich das Gesuch in der behördlichen Prüfung. Den vollständigen Abschluss der Prüfung respektive den Entscheid von Bundesrat und Parlament erwartet das PSI 2030, mit der Inbetriebnahme der neuen Sammelstelle rechnet es im 2033.
In der Zwischenzeit treibe man das Projekt in Zusammenarbeit mit den involvierten Behörden, dem Kanton Aargau und den Gemeinden Villigen und Würenlingen weiter voran, schreibt das PSI. Dies, um einen «möglichst zeitnahen Ersatz» der bestehenden Infrastruktur realisieren zu können. (mgt/mai)