08:09 BAUPRAXIS

Fundamentbau: Solide bauen ohne Beton mit Schraubfundamenten

Teaserbild-Quelle: Krinner

Stahlfundamente können helfen, Bauten schnell, kostengünstig und solide im Boden zu verankern. Schon einige Jahrzehnte lang greifen Planer und Ausführende auf das uralte Prinzip der Pfahlbauten zurück. Aber zur Vermeidung von Beton im Fundamentbau muss noch einiges an verhärteten Vorstellungen in den Köpfen Beteiligter gelockert werden.

Haus mit Schraubfundament

Quelle: Krinner

Dieses Haus auf Schraubfundamenten schwebt geradezu über der Oberfläche. Der Boden ist unterlüftet, so kann keine Feuchtigkeit ins Haus dringen.

Wenn Planer und Ausführende sich dem Gewerk «Fundament» nähern, verbinden viele damit nahezu automatisch den Sinnbezug «Beton». Ausgesprochen fest hält sich zudem bei vielen Bauschaffenden die Vorstellung, es gehe grundsätzlich nur um die Frage, ob Fertigteile oder Frischbeton zu verwenden sind. Aber die Beteiligten können bei der Projektierung, Planung oder Ausführung von Bauvorhaben auch überlegen, ob sie die Projekte mit langen, schnell in den Boden gedrehten Stahlfundamenten nicht flotter, sicherer unrentabler gestalten können.

Bohrfundamente, Drehfundamente, Erdschraubanker, Schraubfundamente – die Liste der Bezeichnungen für Stahlelemente zur Gründung von Stahl- oder Holzkonstruktionen ist lang. Deren Grundidee ist fast immer wieder dieselbe: Stählerne Anker werden von Hand oder maschinell in den Boden eingedreht und dienen dann als belastbare Fundamente für allerlei Gegenstände und Konstruktionen im Freien.

Im Garten können das Terrassen, Carports und Pavillons sein, im öffentlichen Raum sind es zum Beispiel Stadtmobiliar und Spielgeräte. Aber auch komplette Wohngebäude Leichtbauhallen, Schulen und Jugenddörfer wurden auf Stahlfundamenten errichtet mit der Gewissheit, dass Menschen in diesen Immobilien sicher untergebracht sind. Eigentlich hat diese Bauweise schon eine jahrtausendealte Tradition, folgt sie doch dem Konstruktionsprinzip der Pfahlbauten aus vorgeschichtlicher Zeit, die an Seeufern und Küsten weit verbreitet waren und heute noch beispielsweise an den Küsten Südostasiens zu finden sind.

Hierzulande nehmen wir es bekanntlich sehr genau und fundamentieren gerne gründlich mit Beton – aus Gewohnheit oder auch aus Unkenntnis. Doch bei vergleichsweise einfachen Immobilienprojekten genauso wie bei schweren Einsätzen im Tief- und Spezialtiefbau können Stahlfundamente mächtige Kräfte aufnehmen und in der Einbaupraxis gegenüber dem Arbeiten mit Transport- oder auch Fertigbeton mächtige logistische und verfahrenstechnische Vorteile bieten (siehe Kasten).

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