08:10 BAUPRAXIS

Finanzierungsmodelle für die energetische Sanierung im Test

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaser-Quelle: Stefan Schmid

Die energetische Sanierung von Gebäuden soll langfristig einen wichtigen Beitrag leisten zur Reduktion des Treibhausgases. Doch dafür muss in der Schweiz die Sanierungsquote erhöht werden. Vieles hängt dabei von der Finanzierung ab, die auf einen längeren Zeithorizont ausgerichtet werden muss. Erfahrungen mit solchen Finanzierungsmodellen sind positiv.

Zürich Versicherungen

Quelle: Stefan Schmid

Der Versicherungskonzern Zurich hat den Neubau und die Renovation des globalen Hauptsitzes auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Strom liefern Solarzellen auf den Dächern, geheizt und gekühlt wird mit Wasser des Zürichsees. Bild: Der neue Turm inmitten denkmalgeschützter Gebäude.

Es ist ein Speed Dating der besonderen Art. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauspezialisten treffen sich, um ein gemeinsames Ziel ins Auge zu fassen. Auch das Gesprächsthema ist schon bekannt: die energetische Sanierung von Gebäuden. Es geht um Vertrauen und um Kompetenz. Denn bei Eigentümern sind die Einsicht in die Notwendigkeit und der Wille für Sanierungen zwar oft vorhanden, doch viele sind mit der Komplexität der Aufgabe eines Bauherrn überfordert. Bautechnische und rechtliche sowie finanzielle Aspekte müssen berücksichtigt werden. Stockwerkgemeinschaften müssen sich zusammenraufen.

Der Name der Veranstaltung ist nicht zufällig gewählt, denn die Zeit drängt. «Wir sind zu langsam unterwegs», sagt Christian Schmid, Bereichsleiter Sozioökonomie beim interdisziplinären Forschungs- und Beratungsunternehmen Intep, das die Anlässe organisiert. Darin waren sich alle Fachleute beim Swiss Green Economy Symposium einig. Im Rahmen des Innovationsforums ging es um die Gebäudesanierung und ihre Finanzierung. Tatsächlich liegt die Sanierungsquote schweizweit momentan lediglich bei rund einem Prozent.

Fünf Prozent als Ziel

Bei diesem Tempo würde es 60 bis 100 Jahre dauern, bis in der Schweiz alle Gebäude saniert sind. Um die Ziele der Energiestrategie zu erreichen, muss die Quote in den nächsten Jahren auf fünf Prozent erhöht werden, so Schmid. Doch dafür brauche es einen Bewusstseinswandel, denn allzu oft seien Eigentümer und Architekten eher an Neubauten interessiert als an Sanierungen.

Doch nicht immer wird mit Ersatzneubauten mehr Wohnfläche geschaffen, auch bei Aufstockungen ist das Potenzial beschränkt. Daher müsse der Fokus auf den Bestandsbauten liegen. Den grössten Effekt bei der Transformation hat die Sanierung von Mehrfamilienhäusern, in denen rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung wohnt und die pro Jahr über drei Millionen Tonnen des Treibhausgases verursachen.

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Redaktor Baublatt

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