18:06 BAUPRAXIS

Baumaterialkatalog: Welcher Baustoff sorgt für weniger Hitze?

Teaserbild-Quelle: Rike, pixelio.de

An heissen Tagen wie diesen klettern die Temperaturen in Städten schneller in die Höhe als in ländlichen Gebieten. Welche Baumaterialien wie Abhilfe schaffen können, zeigt ein neuer im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) erstellter Materialkatalog. Er richtet sich an Planer, Immobilieneigentümer und Bauträgerschaften.

Thermometer (Symbolbild)

Quelle: Rike, pixelio.de

An hitzigen Sommertagen, wird es in Städten heisser als auf dem Land. Baumaterialien können diesen Effekt eindämmen helfen.

Die durchschnittlichen Sommertemperaturen liegen laut neusten Klimaszenarien bis 2060 um 2,5 bis 4,5 Grad Celsius über jenen des Zeitraums von 1981 bis 2010. Steigen Höchsttemperaturen und Anzahl Hitzetage führt dies in urbanen Gebieten zu einem Hitzeinsel-Effekt. Das heisst, Städte und dicht bebaute Gegenden heizen sich im Vergleich zu ländlichen Regionen stärker auf, auch kühlen sie des Nachts weniger gut ab.

Wie sich dieser Effekt dämpfen lässt, soll der Materialkatalog aufzeigen, den die Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des BWO und des Kantons Basel-Stadt erstellt hat. Er ist im Rahmen des Pilotprojekts des Bundes zur Anpassung an den Klimawandel entstanden.

Sonnenlichtreflektion, Versickerung und Lebensdauer

Das Nachschlagewerk erklärt, welche Baumaterialien sich hitzemindernd auf städtische  Gebiete auswirken. Zudem werden Materialien für den Aussenbereich - das heisst für Bodenbeläge und Fassaden - verglichen wie sie sich auf die Aussentemperatur auswirken. Berücksichtigt werden auch Eigenschaften wie die Reflektion des Sonnenlichts, die Lebensdauer oder die Versickerung, sofern es sich um Bodenbeläge handelt.

Die heute verbauten Materialien würden das städtische Klima in den kommenden Jahrzehnten prägen, mahnt das BWO in seiner Medienmitteilung.  Es legt deswegen Planern sowie Bauträger- und Hauseigentümerschaften nahe, das neue Nachschlagewerk bei einem Neubau oder einer Sanierung zu konsultieren.

Der Katalog kann auf der Website des BWO kostenlos als PDF  heruntergeladen werden, sowohl in einer kompakten Kurz- als auch in einer ausführlichen Langversion. (mai/mgt)

Hier geht’s zu den Katalogen: www.bwo.admin.ch


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