11:16 BAUPRAXIS

Ausflugstipp: Auf den Spuren der einst stolzen Wagi

Teaserbild-Quelle: Werner Friedli, CC BY-SA 4.0, wikimedia.org

Ob Handwerkskunst, Industriegeschichte, prächtige Fassadenmalereien, Skulpturenkunst in der Natur oder Wanderrouten – die Redaktion weist mit ein paar Ausflugstipps den Weg zu er-baulichen Plätzen in der ganzen Schweiz. Heute stellen wir das «Wagi»-Museum vor.

Industriegeschichte: Die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik im Jahr 1947.

Quelle: Werner Friedli, CC BY-SA 4.0, wikimedia.org

Industriegeschichte: Die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik im Jahr 1947.

Jahrzehntelang prägten markante Werksgebäude das Ortsbild von Schlieren: Johann Caspar Geissberger hatte hier 1899 im Zürcher Limmattal die Schweizerische Wagen- undWagonsfabrik AG gegründet. Bereits sieben Jahre später konnte er die tausendste Auslieferung eines Waggons feiern. Mit der Produktionsaufnahme von Aufzügen und Rolltreppen drängte sich ein Namenswechsel auf. DasUnternehmen, das im Volksmund längst «Wagi» hiess, firmierte neu mit Wagons- und Aufzügefabrik AG Schlieren. 1960 ging der Traditionsbetrieb in der Schindler-Gruppe auf, dies vorerst ohne Auswirkungen auf den Produktionsstandort Schlieren und die insgesamt rund 2000 Angestellten. Doch 1985 wurde das Schlieremer Werk stillgelegt und der prominente Fabrikturm gesprengt. Von der originalen industriellen Bausubstanz blieb leider nicht mehr viel erhalten.

Das im September 2017 auf dem ehemaligen Werksgelände eröffnete Fabrikmuseum will die guten alten Zeiten wieder etwas aufleben lassen. Hinter dem kleinen aber feinen «Wagi»-Museum steht der Verein «Historic-Schlieren», der sich für den Erhalt des historischen Erbes der Schweizerischen Wagons- und Aufzügefabrik AG Schlieren stark macht. Aktueller Schwerpunkt der Dauerausstellung auf einer Fläche von 120 Quadratmetern ist die Geschichte der Aufzugsherstellung im Zürcher Limmattal. Aber auch der Rolltreppen- und Schienenfahrzeugbau sind vertreten. Der Trägerverein will zudem die Schau nach und nach thematisch erweitern. So sollen etwa weitere Fabrikationszweige wie der Karosserie- und Flugzeugbau in die Sammlung integriert werden. Für die Gastronomie ist der Umbau von zwei Eisenbahnwaggons geplant.

Das Schlieremer Technikmuseum hat nichts mit einem staubigen Archivkeller zu tun. Vielmehr gewährt es anhand von Fabrikerzeugnissen, Dokumenten aus der Gründungszeit und Fotografien einen lebendigen Einblick in die rund 90-jährige Geschichte der Schweizerischen Wagons- und AufzügefabrikAG Schlieren. Besucher können so nochmals in die Höhen und Tiefen der «Wagi» eintauchen.

Weitere Informationen: www.historicschlieren.com

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