11:18 BAUPRAXIS

Brandschutz: Hochdruck-Wassernebel für unterirdische Bahnstation

Teaserbild-Quelle: Fogtec

In der deutschen Stadt Offenbach wurde ein speziell entwickeltes Hochdruck-Wassernebel-System in drei unterirdischen S-Bahn-Stationen realisiert. Es soll im Brandfall entscheidende Verbesserungen bringen.

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Quelle: Fogtec

Die unterirdische S-Bahn-Station Ledermuseum in Offenbach ist eine der drei Haltestellen, die bis dem System einen besseren Brandschutz erhalten haben.

Tatort sind drei unterirdische S-Bahn-Stationen in der Stadt Offenbach am Main, mit Namen Kaiserlei, Ledermuseum und Marktplatz: Hier hat die Kölner Firma Fogtec erstmals ein neues System für den Brandfall installiert: Das Hochdruck-Wassernebel-System erhöht sowohl den Brandschutz als auch die Evakuierungssicherheit.

Das im Auftrag der Deutschen Bahn verbaute System soll dabei helfen, bei einem Brand das Rauchmanagement entscheidend zu verbessern, die Evakuierungszeiten zu verlängern und damit die Sicherheit für Fahrgäste, Personal und Einsatzkräfte signifikant zu erhöhen.

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Quelle: Fogtec

Der Hochdruck-Wassernebel verzögert die Verrauchung von Räumen, was entscheidend sein kann. Auch spart das System viel Wasser.

Verrauchung verzögert

Durch den Hochdruck-Wassernebel wird die lebensbedrohliche Verrauchung der Stationen stark verzögert: Damit haben Passagiere wie Einsatzkräfte mehr Zeit für die Selbst- oder Fremdrettung. Dadurch stehen sowohl für die Selbstrettung betroffener Personen als auch für die Fremdrettung durch die Feuerwehr deutlich mehr Zeit zur Verfügung.

Die bauliche Struktur der drei Stationen ist dabei typisch für unterirdische Verkehrsanlagen: Sie bestehen aus komplett unterirdischen Gleisebene, darüber eine Zwischenebene mit technischen Einrichtungen und Verkaufsautomaten, bevor es an die Oberfläche geht. Bei einem Brand würde der Rauch rasch auf diese Zwischenebene gelangen, wo we die Orientierung für alle Beteiligten erheblich beeinträchtigt.- und Handlungsfähigkeit von Flüchtenden und Einsatzkräften negativ beeinflusst. (SDA/bk)


Kurz erklärt

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Quelle: Strübi Unternehmungen

Neue Wartungshalle der Pilatus Flugzeugwerke in Buochs NW

Hochdruck-Wassernebel-Löschanlagen arbeiten mit 40–200 bar Betriebsdruck und erzeugen dadurch extrem feine Wassertröpfchen von weniger als 50 Mikrometern Durchmesser. Diese winzigen Tröpfchen sind in der Lage, einen Brandherd durch schnelle Verdampfung intensiv kühlen und Sauerstoff zu verdrängen. Sie benötigen dabei bis zu 95 Prozent weniger Löschwasser als herkömmliche Sprinkler. Damit sind sie umweltfreundlicher, minimieren mögliche Wasserschäden und sind ideal für technische Anlagen, aber auch Archive, Bibliotheken, Museen oder Hotels. In der Schweiz wurde das System erstmals von Strüby Unternehmungen in der neuen Pilatus-Wartungshalle in Buochs NW verbaut, die seit letzten Sommer in Betrieb ist. Hierzulande bieten einige Unternehmen solche Löschanlagen an, zum Beispiel die Schmutz+Partner AG, Jomos, Minimax, Contrafeu, Callies oder CWS. 

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