14:33 BAUPRAXIS

AG: Kunst auch bei Tiefbauprojekten

Teaserbild-Quelle: www.1000-stimmen-tunnel-aarburg.ch

Der Aargauer Regierungsrat will weiterhin künstlerische Interventionen bei Infrastrukturprojekten wie Brücken oder Tunneln finanzieren. Eine Motion der SVP-Fraktion hatte dies beenden wollen.

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Quelle: www.1000-stimmen-tunnel-aarburg.ch

Kunst am Bau: Der 1000-Stimmen-Tunnel in Aarburg ist eines von nur zwei Objekten, das in den letzten zwanzig Jahren im Aargau realisiert wurden.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hält an der Praxis fest, seine Infrastrukturprojekte wie Brücken oder Tunnel mit Kunstwerken zu schmücken. Er stützt diese Praxis auf das kantonale Kulturgesetz, das den Kanton dazu verpflichtet, das kulturelle Schaffen und die Verbreitung von Kunstwerken zu fördern.

Deshalb lehnt er auch eine Motion der SVP-Fraktion ab, welche diese Praxis stoppen und die aufgewendeten Mittel einsparen wollte. Der Regierungsrat aber betont den kulturellen Wert und zugleich den geringen Kostenanteil solcher Kunstobjekte.

Aarau_Oberer_Turm - Voyager wikicommons

Quelle: Voyager / wikicommons

Der Aargauer Regierungsrat hält an seiner Praxis fest, will aber in Zukunft mehr Transparenz über die Kunstobjekte am Bau schaffen.

Transparenz bei den Kosten

Der Regierungsrat relativiert die Frage der Kosten. Zwar entstehen durch die Kunst zusätzliche Kosten, diese sind jedoch gemäss Regierung im Verhältnis zum Gesamtvolumen sehr gering. Bei den Projekten in Aarburg und an der Staffelegg betrugen die Kunstbeiträge demnach lediglich 0,41 Prozent oder 402000 Franken beziehungsweise 0,46 Prozent oder 393000 Franken der Gesamtkosten. 

Gemessen am gesamten Investitionsvolumen des Tiefbaus von rund 3,1 Milliarden Franken in den letzten zwei Jahrzehnten ist der Anteil für Kunst somit sehr gering". Ohnehin ist im der Bereich für Kunst im Tiefbau auf Neubauten und grössere Umbauten von Brücken, Plätzen, Tunneln im Siedlungsgebiet sowie Ortsumfahrungen beschränkt. Im Aargauer Tiefbau sind tatsächlich in vergangenen zwanzig Jahren lediglich zwei die zwei erwähnten grösseren Kunstprojekte in Aarburg und an der Staffelegg realisiert worden.

Um künftig für noch mehr Klarheit zu sorgen, wird das Departement Bau, Verkehr und Umwelt eine Praxis aus dem Hochbau übernehmen: Die Beiträge für Kunst im öffentlichen Raum sollen bei künftigen Projekten innerhalb der Kredite separat ausgewiesen werden. Damit will die Regierung dem Auftrag des Kulturgesetzes weiterhin Rechnung tragen und gleichzeitig die nötige finanzielle Transparenz schaffen. (SDA/bk)


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