08:35 BAUBRANCHE

René Schürmann: «Mit einem günstigen Produkt ist es noch nicht getan»

Geschrieben von: Michael Staub (ms)
Teaserbild-Quelle: zvg

Seit bald zwei Jahren erlebt die Schweizer Heizungsbranche einen Boom. Der erfreulichen Nachfrage stehen Personalmangel und immer anspruchsvollere Systeme gegenüber. Gelingt es Installateuren und Herstellern, diesen Spagat zu meistern? René Schürmann, Präsident Gebäudeklima Schweiz (GKS) und Geschäftsführer bei Elco, ist zuversichtlich, warnt aber vor zu hohen Ansprüchen. 

René Schürmann, Präsident Gebäude Klima Schweiz (GKS)

Quelle: zvg

René Schürmann, Präsident Gebäudeklima Schweiz (GKS), betont das Wissen und Können der «Heiziger»: «Die Kunst in unserem Handwerk ist es, für jeden Kunden, jedes Gebäude die richtige Lösung zu finden.»

Die letzten Jahre waren für die Heizungsbranche anspruchsvoll. Zuerst hat Corona die Lieferketten kräftig durchgeschüttelt, dann brach der Ukrainekrieg aus, was zu einem noch nie gesehenen Nachfrageschub für Sanierungen führte. Wo stehen wir derzeit?

Die Situation beginnt sich wieder etwas zu entspannen. Die Installationsbetriebe sind nach wie vor sehr gut ausgelastet, an Arbeit fehlt es nicht. Zum Glück hat sich aber die Nachschubproblematik wieder etwas entspannt. Über mehr als zwei Jahre hinweg waren zum Beispiel Warmwasserspeicher (Boiler) in ganz Europa Mangelware. Deshalb mussten viele Projekte aufgeschoben werden. Zum guten Glück sind die Lieferketten nun wieder etwas stabiler. 

Gerade während der Corona-Jahre lautete eine beliebte Forderung, man müsse halt die Lieferketten wieder de-globalisieren. Ist das bei Heizungen überhaupt machbar?

Ich glaube, hier gibt es oft ein Missverständnis. Viele Hersteller produzieren heute in Europa. Aber alle verwenden für gewisse Teile Zulieferanten. Wenn nun einer dieser europäischen Zulieferer Komponenten aus Fernost bezieht, sind sie von allfälligen Lieferproblemen in Asien betroffen. Und das ist auch passiert. Die Produkte waren zu 90 Prozent fertig, doch es fehlten eine oder mehrere Komponenten. Hier sehe ich ehrlich gesagt, keine Lösung. 

In der ganzen Baubranche und auch in der Gebäudetechnik fehlen qualifizierte Kräfte. Was unternehmen Sie bei Elco, um Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten?

Der weitaus grösste Teil unserer Mitarbeitenden ist im Bereich Service tätig. Ich glaube, dass wir hier mit dem Berufsbild Servicetechniker einen sehr attraktiven Job anbieten. Er vereint Technik und Handwerk und bringt viel Abwechslung. Und meistens schätzen es die Kundinnen und Kunden, dass man vorbeikommt und ihre Probleme löst. Daneben bilden wir die Mitarbeitenden intern wie extern ständig weiter. Im Service wie auch in den übrigen Funktionen bieten wir zudem flexible Arbeitsformen und zahlreiche Benefits. 

Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.

Jetzt einloggen

Sie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente

Geschrieben von

Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Rollende Werkstatt Kran AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Baublatt Analyse

analyse

Neue Quartalsanalyse der Schweizer Baubranche

Die schweizweite Bauaktivität auf den Punkt zusammengefasst und visuell prägnant aufbereitet. Erfahren Sie anhand der Entwicklung der Baugesuche nach Region und Gebäudekategorie, wo vermehrt mit Aufträgen zu rechnen ist.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.