Obwaldner Parlament genehmigt Denkmalschutz in Alpnach und Giswil
In den Obwaldner Gemeinden Alpnach und Giswil werden weniger Gebäude neu unter Schutz gestellt als geplant. Der Kantonsrat hat die vom Regierungsrat vorgenommenen Streichungen am Donnerstag begrüsst und die Schutzpläne genehmigt.
Quelle: Google Maps
Wird unter Schutz gestellt: Das Hotel Krone in Giswil.
Die Kantonsregierung hatte bereits vor zwei Jahren diverse Bauten in den beiden Gemeinden unter Schutz stellen wollen. Dem Parlament ging dies aber zu weit. Es forderte, dass andere Interessen als der Denkmalschutz höher gewichtet sowie die Liste der neu geschützten Bauten gekürzt werden sollte und wies das Geschäft an die Regierung zurück.
Der Regierungsrat überarbeitete die Schutzpläne und strich weitere Objekte. «Rechtlich bewegen wir uns auf einem absoluten Minimum», sagte Regierungsrat Christian Schäli (CSP) im Kantonsrat. Es würden weit weniger Objekte unter Schutz gestellt, als aus fachlicher Sicht vorgeschlagen worden seien.
SVP forderte erneute Rückweisung
Ganz glücklich waren die bürgerlichen Fraktionen mit der Regierung dennoch nicht. Es gebe noch immer Unterschutzstellungen, die Fragen aufwerfen würden, sagte etwa Vreni Kiser (Mitte/GLP). Sie hoffe, dass künftige Schutzpläne befriedigender ausgestaltet würden.
Für die SVP hatte der Regierungsrat den Auftrag des Parlaments schlicht nicht umgesetzt. Alfred von Ah (SVP) sagte, die Liste der Schutzobjekte sei nicht auf dem verlangten Minimum. Er forderte deswegen die erneute Rückweisung der Schutzpläne.
Die Parlamentsmehrheit folgte dem nicht und lehnte die Rückweisung mit 41 zu 10 Stimmen ab. Frank Kurer (Mitte/GLP) sagte etwa, es sei nicht die Aufgabe des Parlaments, einzelne Schutzobjekte zu beurteilen.
In Giswil werden somit sechs Kulturobjekte von regionaler Bedeutung neu ins Inventar aufgenommen, unter ihnen das Hotel Krone. In Alpnach sind es neun neue regionale und zwei neue nationale Schutzobjekte. Auch hier ist ein Restaurant darunter, nämlich das Gasthaus Sonne, sowie das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Alpnach.
Die beiden Schutzpläne wurden mit je 40 zu 11 Stimmen genehmigt. (sda/pb)