17:09 BAUBRANCHE

Materialarchiv.ch: Die Online-Datenbank wurde erneuert

Teaserbild-Quelle: Michael Lio

Von A wie Abachi bis zu Z wie Zementfliesen: Aktuell findet man auf www.materialarchiv.ch rund 1300 Einträge zu Materialien. Kürzlich wurde die frei zugängliche Datenbank umfassend erneuert, dieser Tage ist das „neue“ Materialarchiv online gegangen.

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Quelle: Michael Lio

Das Materialarchiv gibts nicht nur virtuell, sondern auch analog, im Gewerbemuseum Winterthur: Hier kann ist Anfassen erlaubt. Zum Beispiel bei der Experimentierstationen zu Gesteinen. Welche Gesteine findet man in welchen Gebieten der Schweiz?

Weitere Informationen zum Materialarchiv in Winterthur: www.gewerbemuseum.ch

 Der Triplochiton scleroxylon gedeiht in Afrika und zählt zu den Malvengewächsen. Das weisse, helle Holz des Baums wird im deutschsprachgien Raum Abachi genannt.

Auf Materialarchiv.ch erfährt man, dass Abachi vor allem im Innenausbau, in der Herstellung von Möbeln und Instrumenten, im Fahrzeugbau, der Luftfahrtindustrie und im Modellbau zum Einsatz kommt. „Speziell die geringe Dichte und die guten Isoliereigenschaften von Abachi werden auf dem wachsenden Markt des Leichtbaus zunehmend interessanter“,  heisst es weiter. Allerdings: Es wird zwar regelmässig in grösseren Mengen nach Europa exportiert wird, eine FSC-Zertifizierung von Abachiholz laut Materialarchiv.ch nicht verfügbar. Ein Grossteil des Schlags stamme aus mutmasslich illegalen Quellen.

1300 Einträge und 100 Verfahren

Der Eintrag zum afrikanischen Holz ist eines von aktuell 1300 solcher Materialporträts, die das frei zugängliche, sich stetig weiterentwickelnde Nachschlagewerk bietet. Ein Eintrag umfasst Erklärungen zu grundlegenden Aspekten wie Eigenschaften, Herstellungsformen, Anwendungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten, Geschichte, Ökonomie sowie Ökologie. Ergänzt wird er von Detail- und Anwendungsbildern. Zusätzlich zu den Materiainformationen können rund 100 Verfahren abgerufen werden.

Im Gegensatz zur früheren Version des virtuellen Nachschlagwerks lassen sich die Inhalte besser filtern. Fachleute aus Architektur, Design, Kunst und Handwerk und ebenso die breite Öffentlichkeit dürften auf eine neue Tiefe der Informationen sowie auf ein Mehr an Inspiration zählen, heisst es in der Medienmitteilung zum Relaunch des Archivs.

Netzwerk von verschiedenen Institutionen

Hinter dem Materialarchiv stehen verschieden Institutionen: Mit dem Gewerbemuseum Winterthur, der Hochschule Luzern - Technik & Architektur, dem Sitterwerk St. Gallen und der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK schlossen sich 2007 vier Institutionen mit je einer Materialsammlung zusammen. Seither haben sich dem Verein Material-Archiv mit der Hochschule Luzern - Design & Kunst, der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur, der Hochschule der Künste Bern und der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich weitere Institutionen mit eigenen Schwerpunkten angeschlossen. (mai/mgt)

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