11:10 BAUBRANCHE

Lohnerhebung des SBV: Stabile Löhne trotz Pandemie

Teaser-Quelle: Pxhere

Trotz pandemiebedingter wirtschaftlicher Unsicherheiten sind die Löhne im 2021 im Bauhauptgewerbe stabil geblieben, sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Dies zeigt die aktuelle Lohnerhebung des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV).

Grafik, Löhne

Quelle: SBV

So erhält das Baustellenpersonal – Poliere nicht miteingerechnet – 13-mal im Jahr 5’901 Franken. Mittagsentschädigungen, andere Zulagen und Spesen sind dabei nicht berücksichtigt. Derweil verdienen Poliere und Werkmeister im Schnitt rund 7’800 Franken im Monat, was über 100’000 Franken pro Jahr entspricht. Dies zeigt die Lohnerhebung 2021. Das Bauhauptgewerbe zahle nach wie vor die besten Handwerkerlöhne, kommentiert der SBV die aktuellen Zahlen. Die Entlöhnung des Baukaders sei vergleichbar mit Akademikergehältern in der Industrie.

Zudem geht aus der Erhebung auch hervor, dass der Sprung von einer Lohnklasse in die nächste jeweils mit einem Lohnanstieg von rund 500 Franken pro Monat einhergeht, der Funktionswechsel vom Vorarbeiter zum Polier sogar mit rund 1’000 Franken.

Indes schränken die hohen Mindestlöhne laut SBV die Lohnentwicklungen in den einzelnen Lohnklassen ein: Ein Hilfsarbeiter der Lohnklasse C verdiene mit 60 Jahren 5% mehr als er mit 30 Jahren erhalten hat. Bei Polieren hingegen ist der Mindestlohn weniger einschränkend, sodass im selben Zeitraum eine Lohnsteigerung um 15% möglich sei.

Mit Aus- und Weitberildung gegen Fachkräftemangel

In den nächsten 10 Jahren geht ein Drittel oder 34% des Baustellenpersonals in (Früh-)Pension, bei den Polieren sind es 37%. Damit ist der Fachkräftemangel gemäss SBV auch weiterhin ein akutes Thema.

Um die Situation zu entschärfen schlägt er vor, mit individuellen Lohnperspektiven auf der Basis von gezielten Aus- und Weiterbildungen Anreize zu schaffen. Aus Sicht des SBV muss sich dazu das Entlöhnungssystem im Bauhauptgewerbe ändern: „Weg von generellen Lohnerhöhungen hin zu leistungsbezogenen, individuellen Lohnanpassungen.“  Arbeitgeber profitierten auf diese Weise von motivierten, engagierten Mitarbeitenden während den Arbeitnehmern das Bedürfnis nach der Anerkennung ihrer Arbeit und einer leistungsgerechten Entlöhnung erfüllt werde.  (mgt/mai)

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