10:06 BAUBRANCHE

Uetlihof-Kauf durch Stadt Zürich in Kommission umstritten

Teaserbild-Quelle: Abderitestatos - Own work, wikimedia CC BY 3.0

Die Pläne des Zürcher Stadtrats zum Kauf des Bürogebäudes Uetlihof im Quartier Brunau haben knapp eine erste Hürde genommen. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) des Gemeinderats hat einem Nachtragskredit von 1,2 Milliarden Franken zugestimmt.

Blick über das Albisgüetli auf Uetlihof in Zürich

Quelle: Abderitestatos - Own work, wikimedia CC BY 3.0

Blick über das Albisgütli: In der Mitte der Uetlihof mit dem Credit-Suisse-Gebäude.

Der Entscheid ist mit 6 Ja- zu 4 Nein-Stimmen gefallen, wie die RPK am Donnerstag mitteilte. Ob die Vorlage im Parlament angenommen wird, bleibt damit offen. Zugestimmt haben Vertreter von SP, Grünen und Mitte. FDP, GLP und SVP lehnten ab. Ob die Vorlage im Parlament angenommen wird, bleibt nach dem knappen Entscheid in der RPK offen.

Zünglein an der Waage in dem 125 Sitze zählenden Stadtparlament könnte die Alternative Liste (AL) spielen. Walter Angst, der Vertreter der Partei in der RPK, enthielt sich der Stimme. Die Partei hat sich bisher nicht endgültig positioniert. Das Geschäft ist für die Sitzung am 15. Juni traktandiert.

Stadt will CS-Campus Uetlihof kaufen

Der Zürcher Stadtrat teilte vor rund einem Monat mit, den Uetlihof – den grössten Bürokomplex der Schweiz – kaufen zu wollen. Besitzer des Gebäudes ist aktuell der norwegische Staatsfonds. Die Credit Suisse beschäftigt am Standort unterhalb des Uetlibergs zurzeit rund 8500 Mitarbeiter. Der Mietvertrag der CS läuft bis 2037 und kann um weitere 15 Jahre verlängert werden.

Anfang Februar wurde bekannt, dass der norwegische Staatsfonds den riesigen Bürokomplex verkaufen will. Zehn Jahre zuvor hatte die Credit Suisse den ganzen Campus nach Norwegen verkauft und ist seither Mieterin. Pro Jahr zahlt sie dafür einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Noch höherer Betrag ist möglich

Um mitbieten zu können, beantragte der Stadtrat beim Parlament den Nachtragskredit in der Höhe von 1,2 Milliarden Franken. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Maximalbetrag. Der Betrag entspreche nicht dem beabsichtigten Kaufangebot, sondern dem aktuellen Gebäudeversicherungswert der Liegenschaft, betonte der Stadtrat. 

Falls nötig, will die Stadtregierung weiteres Geld als dringlichen Nachtragskredit beschliessen. Der Stadtrat will den Uetlihof als strategische Baulandreserve erwerben. Der 55'000 Quadratmeter grosse Bürokomplex liegt in einer Wohnzone, in der fünf Stockwerke möglich sind. Es ist die zweitgrösste zusammenhängende Wohnbaulandparzelle in der Stadt. 

Nach Auslaufen des Mietvertrags mit der Credit Suisse könnten die Bürogebäude weiterhin als Büros genutzt, oder aber zu Wohnungen oder Bildungseinrichtungen umgenutzt werden. (sda/pb)

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