Industrieverbände Swissmechanic und Swissmem prüfen Fusion
Die beiden Industrieverbände Swissmechanic und Swissmem wollen ihre Kräfte bündeln. Zu diesem Zweck starten die beiden ein Projekt, um einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie zu schaffen.
Ziel sei es, das Dienstleistungsangebot für alle
Mitgliederfirmen weiter auszubauen, die politische Schlagkraft der Branche zu
erhöhen und den Industriestandort Schweiz zu stärken, wie aus einem Communiqué
vom Donnerstag hervorgeht.
Die beiden Verbände haben den Angaben zufolge bereits seit
Anfang Jahr ihre Aktivitäten in der nationalen beruflichen Grundbildung
gemeinsam unter dem Dach von Swissmem gebündelt. «Auf der Grundlage dieser
erfolgreichen Zusammenarbeit haben die jeweiligen Führungsgremien vereinbart,
ein Projekt für eine Fusion und die Schaffung eines gemeinsamen Verbands für
die Schweizer Tech- und MEM-Industrie zu starten», heisst es weiter. Den
entsprechenden Entschluss haben der Swissmem Vorstand am 26. Februar 2026 und
der Swissmechanic Verbandsrat sowie am 15. April 2026 gefasst.
Als nächster Schritt werde eine aus Führungspersonen von
Swissmechanic und Swissmem zusammengesetzte Arbeitsgruppe eine detaillierte
Planung vornehmen und diese den zuständigen Gremien vorlegen. Den
Grundsatzentscheid über eine Fusion fällt Swissmem demnach voraussichtlich an
der Mitgliederversammlung am 23. Juni 2026 und Swissmechanic an der
Delegiertenversammlung vom 24. Oktober 2026.
Swissmechanic (rund 1300 Mitglieder) und Swissmem (rund 1500 Mitglieder) vertreten eine Branche mit circa 325'000 Mitarbeitenden in der Schweiz, darunter 20'000 Lernende, und weiteren 550'000 Mitarbeitenden weltweit. Sie erwirtschaftet knapp 7 Prozent des Schweizer BIP. (awp sda)